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Corona-Pandemie

Spanien: Tausende feiern Ende des Corona-Lockdowns auf den Straßen

  • Matthis Pechtold
    vonMatthis Pechtold
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Das Ende des sechsmonatigen Notstands begießen in mehreren Städten Spaniens viele ohne Maske. Vorüber ist die Pandemie allerdings auch hier noch nicht.

Madrid u.a. – Vielerorts in Spanien war die Freude groß, als in der Nacht vom Samstag auf Sonntag (08./09.05.) der landesweite Notstand endete. In Madrid, Barcelona, Sevilla und anderen Städten feierten vor allem junge Menschen den Tageswechsel ausgelassen, wie Videoaufnahmen zeigen. Sechs Monate lang galt in Spanien ein Notstand, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, mit dem sich bis heute laut den Daten der Johns-Hopkins-Universität mehr als 3,5 Millionen Spanier infiziert haben.

Verhängt hatte ihn Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez am 25. Oktober 2020, damals kam Spanien schon auf eine Gesamtfallzahl von einer Million Menschen, als erstes westeuropäisches Land. Jeweils ab 23 Uhr galt eine nächtliche Ausgangssperre, Menschen durften keine Reisen in andere Landesregionen unternehmen, und Treffen von mehr als sechs Personen wurden untersagt.

Versammelt, um die neuen, alten Freiheiten zu feiern: Menschenmenge in Barcelona in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai.

Ende des Notstands in Spanien: Feiern, als wäre die Corona-Pandemie bereits überwunden

Dass sich viele Menschen bereits in der ersten Nacht ohne diese Einschränkungen auf der Straße trafen und feierten, sehen Politiker:innen und Gesundheitsfachleute allerdings kritisch. Denn die Pandemie ist in Spanien noch nicht vorbei, aktuell beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit 92,7 (Stand 09.05.2021). Masken und Mindestabstände bleiben auch nach dem Ende des Notstands weiter Pflicht – was bei den ersten Feiern den Bildern nach zu urteilen nicht immer beachtet wurde. Der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, mahnte daher noch am Sonntag an, die geltenden Regeln weiter zu befolgen. Gerade hier ist die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich höher als im Rest des Landes, wie der Guardian berichtet.

Auch Fernando Simón, Chef des spanischen Zentrums für gesundheitliche Notfälle, appellierte an die Bevölkerung. „Das Ende des Notstands bedeutet nicht das Ende der Sicherheitsmaßnahmen“, sagte er vergangene Woche. Über die nächsten Schritte entscheiden jetzt die regionalen Regierungen, zum Teil sogar örtliche Gerichte.

Ausgangssperren in Spanien vielerorts aufgehoben – Fokus jetzt auf Impfungen

Auch in Spanien läuft derweil eine Impfkampagne, bis zum 6. Mai wurden im Land 28,4 Prozent der Bürger:innen mindestens einmal mit einem der dort zugelassenen Impfstoffe gegen Sars-CoV-2 geimpft. Als vollständig geimpft gelten 12,7 Prozent, wie aus den Daten von „Our World in Data“ hervorgeht. (mp)

Rubriklistenbild: © Lorena Sopêna I Lòpez/dpa

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