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Kontrollen am Flughafen von Madrid.

Quarantäne

Spanien bleibt geschlossen

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Nach ihrer Einreise ins Land müssen Spanier für zwei Wochen in Quarantäne.

Spanien bleibt vorläufig für Urlauber geschlossen. Die Sánchez-Regierung veröffentlichte am Dienstag zwei Dekrete, um die Bedingungen der Einreise nach Spanien in den kommenden Tagen und Wochen zu klären: Demnach bleiben die Grenzen vorerst grundsätzlich bis einschließlich 23. Mai geschlossen. Wer einen Wohnsitz in Spanien hat, darf kommen, muss aber die ersten zwei Wochen zu Hause in Quarantäne bleiben.

Die Vorschrift war nötig geworden, nachdem in den vergangenen Tagen die zuvor sehr strengen Ausgangsbeschränkungen für alle Spanier gelockert worden waren. Wer bis vor kurzem nach längerem Auslandsaufenthalt nach Spanien zurückkehrte, durfte wie alle anderen die Straße nur für Einkäufe, Arztbesuche oder den Weg zur Arbeit betreten. Die Einschränkungen für Rückkehrer sind nun noch etwas strenger: Nur Einkäufe und Arztbesuche sind erlaubt, und es gilt Maskenpflicht. Alle anderen Bewohner des Landes dürfen seit zehn Tagen einmal am Tag zum Spaziergang auf die Straße, und in etwa der Hälfte des Landes dürfen seit Anfang dieser Woche wieder kleine Läden und Straßencafés öffnen.

Die neuen Quarantäneregeln für Rückkehrer sollen so lange in Kraft bleiben, wie auch der Alarmzustand in Kraft ist. Nach dem Willen der Regierung soll das noch bis Ende Juni der Fall sein, doch braucht sie für die Verlängerung des Alarmzustandes alle zwei Wochen das Einverständnis des Parlaments. Ob dafür künftig noch eine Mehrheit zusammenkommen wird, ist nicht gewiss.

Welche Reisebeschränkungen Anfang Juni noch gelten werden, hängt auch von bis dahin getroffenen Vereinbarungen der EU-Verkehrsminister ab – und selbstverständlich von der Entwicklung der Covid-19-Epidemie sowohl in Spanien als auch in den Herkunftsländern. Die spanische Tourismusindustrie, die 12,3 Prozent zur nationalen Wirtschaftsleistung beiträgt, macht sich ernsthafte Sorgen um ihr Überleben. Die Generalsekretärin des Hotelverbandes Benidorms, Nuria Montes, befürchtet im Gespräch mit „El Confidencial“, „eine massive Entlassungswelle von Tourismusarbeitern mitten im Sommer“.

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