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Nach dem vereitelten Anschlag von Detroit wegen seiner Informationspolitik in der Kritik: US-Präsident Barack Obama.
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Nach dem vereitelten Anschlag von Detroit wegen seiner Informationspolitik in der Kritik: US-Präsident Barack Obama.

Obama und der Anschlag

Zu spät

Erst am dritten Tag nach dem Anschlagsversuch von Detroit meldete sich der Präsident selber zu Wort. Nun stänkern die Republikaner über die holprige Reaktion des Weißen Hauses. Von Thomas J. Spang

Von Thomas J. Spang

Washington. US-Präsident Barack Obama wird wegen seiner Zurückhaltung nach dem vereitelten Anschlag über Detroit von den Republikanern harsch kritisiert. Während die für den Heimatschutz zuständige Janet Napolitano im Fernsehen behauptete, das System der Flugsicherheit habe funktioniert, verbrachte Obama einen geruhsamen Sonntag mit der Familie auf Hawaii.

Als die Ministerin tags drauf versuchte, ihre peinliche Vorstellung zu korrigieren, spielte Obama mit Freunden Golf. Erst am dritten Tag nach dem Anschlagsversuch meldete sich der Präsident selber zu Wort.

In einer kurzen Erklärung versicherte Obama seinen nervösen Landsleuten, "jedes Element unserer nationalen Macht zu nutzen, die gewaltbereiten Extremisten aufzuhalten, ihre Netzwerke zu zerschlagen und zu besiegen". Eine klare Botschaft an die Terrorgruppe El Kaida, die sich am selben Tag zu dem gescheiterten Anschlag bekannte: Man habe damit auf die "ungerechte amerikanische Aggression auf der Arabischen Halbinsel" reagieren wollen, zitierte das auf Terrorismus spezialisierte IntelCenter aus der Mitteilung.

Die Gruppe wirft den USA vor, von Schiffen im Golf von Aden aus Raketen auf den Jemen abgeschossen zu haben. Der "Bruder" und "Märtyrer" Umar Farouk Abdulmutallab habe "mutig alle modernen und ausgeklügelten Technologien in Flughäfen in der ganzen Welt passiert" .

Entgegen üblicher Gepflogenheiten bei Terroranschlägen auf US-Ziele stürzten sich die Republikaner mit gebündelter Kritik auf das Weiße Haus. "Wir stecken seit 72 Stunden in dieser Lage, und der Präsident hat sich noch nicht geäußert, der Vizepräsident hat nicht gesprochen, vom Justizminister hören wir nichts, und Janet Napolitano hat uns zwei verschiedene Geschichten in zwei Tagen erzählt", stänkerte das republikanische Mitglied im Geheimdienstausschuss, Peter T. King, vor der Ansprache Obamas.

Sein Kollege Pete Hoeksta aus Michigan warf der Obama-Regierung vor, sie agiere wie Rettungshelfer, die nach einem Anschlag tätig würden. Seine Partei dagegen versuche "die Anschläge zu stoppen, bevor sie passieren". Noch weiter ging der erzkonservative Senator Jim deMint aus South Carolina: Der Präsident ermutige mit seiner "Sprich-mit-den-Feinden"-Politik Terroristen, die USA ins Visier zu nehmen.

Obamas Chef-Berater David Axelrodt konterte, die Republikaner riskierten, dass ihre Kritik wie ein Bumerang zurückkomme. Schließlich sei das System, das nicht funktioniert habe, von George W. Bush geschaffen worden. Die Zurückhaltung des Präsidenten begründete Axelrodt mit der Absicht, in der Bevölkerung keine Panik zu verbreiten. Dies werte Terroristen nur unnötig auf.

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