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CDU sorgt sich um den Tag danach

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Wer wird neuer Generalsekretär?

Zwei Tage sind es noch bis zur Wahl eines neuen CDU-Chefs. Am Freitag wählen die Delegierten des CDU-Parteitags Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz oder Jens Spahn zu ihrer oder ihrem neuen Parteivorsitzenden. Doch je näher dieser Termin rückt, desto größer wird die Sorge vor dem Tag danach: Was folgt aus der Niederlage von zwei der drei Kandidaten?

Die dem bisherigen Mitte-Kurs verbundene Sicherheits- und Sozialpolitikerin Kramp-Karrenbauer und der um nationalkonservative Profilierung bemühte Wirtschaftsliberale Merz gelten als Favoriten. Um neue Gräben und einen schon bei Amtsantritt des neuen Vorsitzenden aufflammenden Richtungsstreit zu verhindern, werden hinter den Kulissen Überlegungen angestellt, wie der oder die neue Vorsitzende Brücken zum unterlegenen Lager bauen kann. Im Zentrum dieser Überlegungen steht der Posten des CDU-Generalsekretärs.

Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn haben bislang zur Frage geschwiegen, wen sie im Falle ihres Wahlsiegs zum Parteimanager machen würden. Am Freitag, bei der letzten der acht CDU-Regionalkonferenzen, kam das Thema zur Sprache. Die Kandidaten stellten sich der Basis aus Berlin und Brandenburg vor, und ganz zum Schluss wollte eine Fragestellerin aus Cottbus wissen, ob auch ein Generalsekretär aus dem Osten infrage käme. Merz hob hervor, dass er 1998 die Kandidatur Angela Merkels zur Generalsekretärin „sehr unterstützt“ habe. „Eine gute und richtige Entscheidung“ sei es gewesen, den Posten mit einer Frau aus Ostdeutschland zu besetzen. Kramp-Karrenbauer lobte sich und ihre Kontrahenten dafür, dass sie bislang der Versuchung widerstanden hätten, mit der Nennung eines Namens Delegierte auf ihre Seite zu ziehen. Sie selbst habe „eine sehr konkrete Vorstellung“, so Kramp-Karrenbauer. „Und wenn ich auf dem Parteitag gewählt werde, werde ich diesen Vorschlag zur Abstimmung stellen“, sagte die scheidende Generalsekretärin.

Im Berliner Regierungsviertel zirkulieren nun die Namen möglicher Kandidaten für Kramp-Karrenbauers Nachfolge. So gilt Paul Ziemiak, Vorsitzender der Jungen Union und Bundestagsabgeordneter aus NRW, als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des Generalsekretärs unter Kramp-Karrenbauer als Parteivorsitzender. Der junge Konservative könnte womöglich jene besänftigen, die lieber Merz an der Spitze gesehen hätten. Auch dem Vorsitzenden der Union-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann, werden Chancen auf den Posten eingeräumt.

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