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Soldaten aus Belarus sollen in Russland für Atomschlag ausgebildet werden

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Von: Lucas Maier

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Putin besucht zum ersten Mal seit drei Jahren Lukaschenko. Beim Treffen in Minsk geht es auch um militärische Zusammenarbeit.

Minsk – Bei einem Treffen mit Wladimir Putin hat sich der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko für eine engere militärische Zusammenarbeit mit Russland ausgesprochen. Das sei in diesen „schwierigen Zeiten“ wichtig, hat Lukaschenko bei dem Treffen am Montag (19. Dezember) in Minsk gesagt. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf russische Medien.

Kurz vor der Ankunft des russischen Machthabers hat Russland die Ukraine mit massiven Drohnenangriffen überzogen. „Russland und Belarus sind offen für den Dialog mit anderen Staaten, einschließlich der europäischen“, sagte Lukaschenko.

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Die Übertragung im russischen Fernsehen brach Berichten zufolge ab, nachdem Putin mit Lukaschenko über wirtschaftliche Zusammenarbeit gesprochen hatte. Es ist das erste Mal seit drei Jahren, dass Putin nach Belarus reist, so AFP. Die beiden Männer haben sich laut Putin auf Energiepreise geeinigt haben. Wie die Einigung konkret aussieht, war zuletzt nicht bekannt.

Treffen mit Putin: Lukaschenko will engere Zusammenarbeit mit Russland.
Treffen mit Putin: Lukaschenko will engere Zusammenarbeit mit Russland. (Archivbild) © Mikhail Klimentyev/dpa

In dem Nachbarland der Ukraine sollen bald „taktische“ Militärmanöver der russischen Armee abgehalten werden. Unter anderem sollen die belarussische Flugzeugbesatzungen für den Einsatz von Nuklearwaffen, von Russland ausgebildet werden, wie die Deutsche Presseagentur dpa berichtet. Auch die westlichen Sanktionen waren Thema beim Treffen der beiden Machthaber.

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„Wir koordinieren unsere Schritte zur Minimierung des Einflusses der illegalen Beschränkungsmaßnahmen auf unsere Wirtschaft“, sagte Putin.

Die Ukraine hatte zu Befürchtung geäußert, dass es zu Beginn des kommenden Jahres eine militärische Offensive vom belarussischen Staatsgebiet geben könnte. Sowohl Lukaschenko als auch ein Sprecher des Kreml dementierten die Vorwürfe.

Tausende russische Soldaten sollen in Belarus stationiert werden, um einen gemeinsamen Militärverbund mit Soldaten aus Belarus zu bilden. Lukaschenko hatte allerdings wiederholt erklärt, er plane keine Entsendung von Soldaten in die Ukraine. „Wir bereiten uns auf alle möglichen Verteidigungsszenarien vor“, hieß es am Sonntag (18. Dezember) von Wolodymyr Selenskyj aus der Ukraine. (Lucas Maier)

Zuletzt wurde bekannt, dass Russland eine Super-Atombombe vorbereitet.

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