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Wahl des Staatspräsidenten in Slowenien geht in die Stichwahl

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Von: Helena Gries

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Anze Logar, ehemaliger Außenminister von Slowenien.
Anze Logar, ehemaliger Außenminister von Slowenien, gilt bei den Wahlen zum neuen Staatsoberhaupt als stärkster Präsidentenkandidat. (Archivbild) © Bernd von Jutrczenka/dpa

Die Präsidentschaftswahl in Slowenien geht in die Stichwahl. In der ersten Runde erreicht kein Kandidat die absolute Mehrheit.

Update vom 23. Oktober, 21.10 Uhr: Bei der Präsidentenwahl in Slowenien hat kein Kandidat die notwendige absolute Mehrheit erreicht. Bei einer Stichwahl am 13. November tritt der konservative Bewerber Anze Logar gegen die parteilose Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin Natasa Pirc Musar an. Das zeichnete sich laut Wahlkommission nach gut 70 Prozent der ausgezählten Stimmen ab.

Enttäuschend verlief die Wahl für die seit Mai dieses Jahres amtierende linksliberale Regierung von Ministerpräsident Robert Golob. Der von seinem Bündnis unterstützte Präsidentschaftskandidat Milan Brglez wurde mit großem Abstand Dritter. Zwar hat der Staatschef in Slowenien eher protokollarische Befugnisse. Jedoch galt die Wahl als erster Test für die neue Regierung. Der derzeit amtierende Staatspräsident, der Sozialdemokrat Borut Pahor, durfte nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren.

Wahl in Slowenien: Staatspräsident wird aus sieben Kandidierenden gewählt

Erstmeldung vom 23. Oktober: Ljubljana – Im EU-Land Slowenien wird am Sonntag (23. Oktober) ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Rund 1,7 Millionen Menschen in Slowenien sind wahlberechtigt und können sich bei der Wahl des Staatspräsidenten zwischen sieben Kandidaten entscheiden. Amtsinhaber Borut Pahor tritt allerdings aufgrund der Amtszeitbeschränkung nicht mehr an.

Der Staatschef in Slowenien hat zwar eher protokollarische Befugnisse, jedoch gilt die Wahl als erster Test für die erst seit Mai amtierende linksliberale Regierung von Ministerpräsident Robert Golob, der den rechtsnationalen Janez Jansa bei den Parlamentswahlen in Slowenien im April abgelöst hatte.

Wahl in Slowenien: Anze Logar gilt als stärkster Präsidentenkandidat

Jansas Parteifreund und früherer Außenminister Anze Logar ist Umfragen zufolge stärkster Präsidentenkandidat. Allerdings dürfte Logar die absolute Mehrheit in der ersten Runde nicht erreichen, ebenso wenig wie seine Konkurrenten. Das geht Medienberichten zufolge aus verschiedenen Meinungsumfragen hervor. Eine Stichwahl am 13. November gilt daher als wahrscheinlich.

Auf Platz zwei in den Umfragen lag zuletzt die parteilose Rechtsanwältin Natasa Pirc Musar, gefolgt von Milan Brglez, den Golobs liberale Freiheitsbewegung unterstützt. Die Wahllokale in Slowenien schließen am Sonntag (23. Oktober) um 19 Uhr. Mit ersten Ergebnissen wird am späten Abend gerechnet. (hg/dpa)

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