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Korcok oder Pellegrini: Aktuelle Umfragen zur Stichwahl in der Slowakei

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Am 6. April wird bei der Stichwahl in der Slowakei ein neuer Präsident gewählt – entweder Ivan Korcok oder Peter Pellegrini. Ein Blick auf die aktuellen Umfragen.

Bratislava – Die Präsidentschaftswahl in der Slowakei verspricht Hochspannung. Zwei Kandidaten sind noch im Rennen: Ivan Korcok und Peter Pellegrini. Im ersten Wahlgang am 23. März siegte der ehemalige Außenminister Korcok mit 42,5 Prozent der Stimmen vor dem sozialdemokratischen Parlamentspräsidenten Pellegrini, der nur 37,0 Prozent erreichte.

Da aber keiner die absolute Mehrheit von 50 Prozent erreichte, kommt es am 6. April zur Stichwahl. Die noch immer beliebte amtierende Präsidentin des EU-Landes, Zuzana Čaputová (Fortschrittliche Slowakei), hatte im Juni 2023 angekündigt, nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen.

Peter Pellegrini und Ivan Korcok
In der Slowakei hoffen Peter Pellegrini (links) und Ivan Korcok in der stichwahl auf die Gunst der Wählerschaft. © Beide Fotos: IMAGO/CTK Photo

Stichwahl in der Slowakei zwischen Korcok und Pellegrini

Korcok war selbst überrascht von seinem klaren Sieg im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl in der Slowakei. Er bleibe trotzdem „mit den Füßen fest auf dem Boden“, versicherte der liberale Oppositionskandidat auf seiner Wahlfeier. Denn für die Stichwahl am 6. April sei noch mehr Anstrengung notwendig, um zu gewinnen.

Das Ergebnis des ersten Wahlgangs in der Slowakei kam in der Tat unerwartet. In den Umfragen hatten sowohl der Sozialdemokrat Pellegrini als auch der parteilose frühere Außenminister Korcov ganz nah beieinander gelegen. Allerdings galt Pellegrini aufgrund der Zahlen als Favorit.

Umfragen zur Präsidentschaftswahl in der Slowakei: Korcok oder Pellegrini – wer folgt auf Čaputová?

Zur Stichwahl gibt es bisher zwei aktuelle Umfragen, die nach dem ersten Wahlgang erhoben worden sind. der Ausgang der Slowakei-Wahl scheint demnach völlig offen. Einmal liegt Pellegrini vorn, einmal Korcok. Die Daten der aktuellsten Umfragen sehen wie folgt aus.

QuellePellegrini (in %)Korcok (in %)
Ipsos49,950,1
NMS48,351,7
Focus50,849,2

(Quellen: Ipsos, NMS und Focus)

Entscheidend für den Ausgang der Stichwahl wird nach Ansicht der meisten Fachleute sein, wie sich die Anhänger des nationalistischen Kandidaten Stefan Harabins und anderer Rechtspopulisten verhalten werden. Der „Anti-System-Politiker“ Harabin hatte mehrfach deutlich gemacht, dass ihm sowohl Korcok als auch Pellegrini zu liberal seien.

Wahl in der Slowakei: Korcok gegen Pellegrini

Korcok will nun nach eigenen Worten mehr „mit jenen Zehntausenden Wählern der Regierungskoalition“ reden, die nicht mit deren Kurs einverstanden seien. Als konkrete Beispiele für die seiner Meinung nach fehlgeleitete Dreiparteien-Regierung unter dem Russland-Sympathisanten Robert Fico nannte er die „außenpolitische Orientierung“ und den Plan, die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt für Fernsehen und Radio unter stärkere politische Kontrolle zu bringen.

Der 59 Jahre alte Karrierediplomat Korcok, den die liberalen und konservativen Oppositionsparteien unterstützten, fordert eine entschlossene militärische Hilfe für das von Russland angegriffene Nachbarland Ukraine.

Pellegrini ist zwar im Unterschied zu Regierungschef Fico nicht grundsätzlich gegen Waffenlieferungen. Er mahnt jedoch zur Vorsicht vor einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs und beruft sich dabei auf den deutschen Kanzler Olaf Scholz (SPD). (chnnnn/cs/dpa)

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