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Vier verrückte Jahre

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Düstere Amtseinführung: Donald Trump, der 45. Präsident der USA, tritt am 20. Januar 2017 auf dem Washingtoner Kapitol erstmals vor sein Volk. Es sind jedoch weit weniger Menschen gekommen als zur Amtseinführung von Barack Obama, was Trump vehement abstreiten wird. Seine Rede - rhetorisch kraftvoll und beeindruckend - nennen viele Medien „dystopisch“. Trump spricht von verrosteten Fabriken, die wie Grabsteine in der Landschaft stünden, und von Drogen und Gangs, die zu viele Leben gekostet hätten. Ein „amerikanisches Gemetzel“, das er beenden werde. In Erinnerung bleibt auch ein Satz, der von Inhalt und Duktus her auffällig an eine Rede des Bösewichts Bane aus dem Batman-Film „The Dark Knight returns“ erinnert: „We are transferring power from Washington, DC, and giving it back to you, the people.“
Angriff auf die Wahrheit Mit Trump wird die Lüge zur Gewohnheit. Der Präsident erzählt, was ihm gefällt, und lässt sich von Fakten nicht die Meinung verderben. Journalisten der „Washington Post“ zählten bis Juli 2020 mehr als 20 000 falsche oder irreführende Aussagen. Weil Trump auch Behauptungen wiederholt, die als falsch widerlegt wurden, führten sie die Kategorie des „bodenlosen Pinocchios“ ein.
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Angriff auf die Wahrheit Mit Trump wird die Lüge zur Gewohnheit. Der Präsident erzählt, was ihm gefällt, und lässt sich von Fakten nicht die Meinung verderben. Journalisten der „Washington Post“ zählten bis Juli 2020 mehr als 20 000 falsche oder irreführende Aussagen. Weil Trump auch Behauptungen wiederholt, die als falsch widerlegt wurden, führten sie die Kategorie des „bodenlosen Pinocchios“ ein.
Kräftemessen Der Händedruck wird bei Trump zur Machtdemonstration: Er reißt sein Gegenüber ruckartig zu sich oder tätschelt ihm mit seiner linken Hand den Handrücken. Frankreichs Präsident Macron geht beim Nato-Treffen im Mai 2017 in die Gegenoffensive. Er drückt kräftig zu und lässt nicht mehr los - auch als Trump seine Hand zurückziehen will. Seither soll ihn Trump sehr respektiert haben.
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Kräftemessen: Der Händedruck wird bei Trump zur Machtdemonstration: Er reißt sein Gegenüber ruckartig zu sich oder tätschelt ihm mit seiner linken Hand den Handrücken. Frankreichs Präsident Macron geht beim Nato-Treffen im Mai 2017 in die Gegenoffensive. Er drückt kräftig zu und lässt nicht mehr los - auch als Trump seine Hand zurückziehen will. Seither soll ihn Trump sehr respektiert haben.
Schlechte Gesellschaft Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen ist einer von mindestens acht seiner Verbündeten, die mit der Justiz in Konflikt geraten. Cohen wird unter anderem wegen Schweigegeldzahlungen zu drei Jahren Haft verurteilt. In anderen Fällen geht es um Kinderpornografie, Verschwörung, Steuerbetrug oder Zeugeneinschüchterung. Sechs Haftstrafen wurden ausgesprochen, zwei Verfahren laufen noch.
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Schlechte Gesellschaft: Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen ist einer von mindestens acht seiner Verbündeten, die mit der Justiz in Konflikt geraten. Cohen wird unter anderem wegen Schweigegeldzahlungen zu drei Jahren Haft verurteilt. In anderen Fällen geht es um Kinderpornografie, Verschwörung, Steuerbetrug oder Zeugeneinschüchterung. Sechs Haftstrafen wurden ausgesprochen, zwei Verfahren laufen noch.
Wer hat, dem wird gegeben Eine Steuerreform ist Trumps Prestigeprojekt. Es gelingt ihm. Aber wie? Freibeträge für reiche Erben steigen, Privatjetbesitzer werden entlastet, Steuern auf hohe Einkommen sinken stärker als auf niedrige, die Unternehmenssteuer fällt von 36 auf 21 Prozent. Wer wie Trump Immobilien besitzt, profitiert ebenfalls. In die Staatskasse reißt die Reform ein gewaltiges Loch.
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Wer hat, dem wird gegeben: Eine Steuerreform ist Trumps Prestigeprojekt. Es gelingt ihm. Aber wie? Freibeträge für reiche Erben steigen, Privatjetbesitzer werden entlastet, Steuern auf hohe Einkommen sinken stärker als auf niedrige, die Unternehmenssteuer fällt von 36 auf 21 Prozent. Wer wie Trump Immobilien besitzt, profitiert ebenfalls. In die Staatskasse reißt die Reform ein gewaltiges Loch.
Unter der Sonne Floridas Trumps Freizeitresort Mar-a-Lago wird zu seinem zweiten (inoffiziellen) Amtssitz. Er führt von dort aus Geschäfte und empfängt Staatsgäste. Die vielen Ausflüge in den Süden treiben die Sicherheitskosten in die Höhe – und bescheren dem Resort zusätzliche Mitglieder und Einnahmen in Millionenhöhe, wie die jüngst enthüllten Steuererklärungen von Trump zeigen.
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Unter der Sonne Floridas: Trumps Freizeitresort Mar-a-Lago wird zu seinem zweiten (inoffiziellen) Amtssitz. Er führt von dort aus Geschäfte und empfängt Staatsgäste. Die vielen Ausflüge in den Süden treiben die Sicherheitskosten in die Höhe – und bescheren dem Resort zusätzliche Mitglieder und Einnahmen in Millionenhöhe, wie die jüngst enthüllten Steuererklärungen von Trump zeigen.
Abwehr gegen Migranten Eine Mauer zu Mexiko war Trumps großes Wahlkampfversprechen – und dass die Mexikaner die Kosten tragen würden. Taten sie natürlich nicht. Und weil Trump Mühe hatte, im eigenen Haushalt Geld dafür aufzutreiben, kam der Bau nicht so recht voran. Im Juni 2020 wurde die 200. Meile (322 Kilometer) des Grenzzauns gefeiert. Die Grenze zu Mexiko ist 3145 Kilometer lang.
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Abwehr gegen Migranten: Eine Mauer zu Mexiko war Trumps großes Wahlkampfversprechen – und dass die Mexikaner die Kosten tragen würden. Taten sie natürlich nicht. Und weil Trump Mühe hatte, im eigenen Haushalt Geld dafür aufzutreiben, kam der Bau nicht so recht voran. Im Juni 2020 wurde die 200. Meile (322 Kilometer) des Grenzzauns gefeiert. Die Grenze zu Mexiko ist 3145 Kilometer lang.
Zerstrittene Verbündete Trump mit verschränkten Armen, Merkel dominant auf ihn einredend: Mit diesem Bild gelang dem Fotografen Jesco Denzel 2018 eine ikonische Aufnahme vom G7-Gipfel im kanadischen La Malbaie. In den Verhandlungen hatten sich die Regierungschefs nur mühsam auf ein Abschlusspapier verständigen können. Es gelang nicht, Trump vom Kampf gegen den Klimawandel (er hatte den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen bereits angekündigt) und den Plastikmüll in den Meeren zu überzeugen. Damit nicht genug: Trump ließ kurz nach seiner Abreise wissen, dass er seine Zustimmung zum gesamten Papier zurückziehe. Die Aufnahme macht die konfrontative Stimmung des Gipfels sichtbar. Die Bundesregierung sah darin offenbar eine willkommene Botschaft an die Welt und veröffentlichte das Bild. Die Aufnahme wurde zum Renner.
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Zerstrittene Verbündete: Trump mit verschränkten Armen, Merkel dominant auf ihn einredend: Mit diesem Bild gelang dem Fotografen Jesco Denzel 2018 eine ikonische Aufnahme vom G7-Gipfel im kanadischen La Malbaie. In den Verhandlungen hatten sich die Regierungschefs nur mühsam auf ein Abschlusspapier verständigen können. Es gelang nicht, Trump vom Kampf gegen den Klimawandel (er hatte den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen bereits angekündigt) und den Plastikmüll in den Meeren zu überzeugen. Damit nicht genug: Trump ließ kurz nach seiner Abreise wissen, dass er seine Zustimmung zum gesamten Papier zurückziehe. Die Aufnahme macht die konfrontative Stimmung des Gipfels sichtbar. Die Bundesregierung sah darin offenbar eine willkommene Botschaft an die Welt und veröffentlichte das Bild. Die Aufnahme wurde zum Renner.

Skandale, Proteste und Fake News: Donald Trumps Präsidentschaft in Bildern.

Rubriklistenbild: © AFP

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