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Wegen Überfüllung

Simbabwes Präsident entlässt 3.000 Gefangene

Präsident Emmerson Mnangagwa zeigt sich milde gegenüber Gefangenen, weil die Haftanstalten überfüllt sind. Auch eine Abschaffung bei der Todesstrafe steht nun in Aussicht.

Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa hat die Haftentlassung von mindestens 3.000 Gefangenen angeordnet, um die überfüllten Haftanstalten des Landes zu entlasten. Begnadigt werden sämtliche weiblichen Strafgefangenen außer solchen, die zu lebenslanger Haft verurteilt sind, wie die Strafvollzugsbehörde des Landes am Donnerstag mitteilte. Auch Todkranke oder Behinderte und alle Gefängnisinsassen über 60 Jahren sowie Jugendliche sollen demnach freikommen.

Mit der Amnestie soll die Zahl der Gefangenen in Simbabwes Gefängnissen auf rund 17.000 gesenkt werden. Zusätzlich zu der Amnestie soll die Todesstrafe für alle, die bereits seit mindestens zehn Jahren im Todestrakt sitzen, in lebenslange Haft umgewandelt werden. Mngangagwa gilt als entschiedener Gegner der Todesstrafe. Ausgenommen von der Amnestie sind wegen Mordes, Verrats oder Raubes Verurteilte, sowie Häftlinge, die von einem Militärgericht verurteilt wurden.

Bereits unter Mnangagwas Vorgänger Robert Mugabe waren in den vergangenen Jahren tausende Häftlinge begnadigt worden. Das bitterarme Land hat Schwierigkeiten, seine Strafgefangenen mit Kleidung, Nahrung und Medizin zu versorgen. (afp)

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