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Silvio Berlusconi: Rückkehr als Staatspräsident von Italien? 85-Jähriger verkündet Kehrtwende

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Von: Patrick Freiwah

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Silvio Berlusconi als „Terminator“ und Staatspräsident: Diese Skizzierung wird nicht Realität (Symbolbild)
Silvio Berlusconi als „Terminator“ und Staatspräsident: Diese Skizzierung wird nicht Realität (Symbolbild). © Marilla Sicilia/Imago

Silvio Berlusconi begräbt den Traum vom italienischen Staatspräsidenten. Der umstrittene Ex-Regierungschef verkündete auf einem digitalen Treffen seine Kehrtwende.

Rom - Italien wird kein Comeback von Silvio Berlusconi im Amt des Staatspräsidenten erleben. Wie der frühere Ministerpräsident auf einem virtuellen Spitzentreffen der Mitte-Rechts-Parteien erklären ließ, ziehe sich der polarisierende 85-Jährige aus dem Rennen um das höchste politische Amt des Landes zurück.

Über den genauen Grund, warum Berlusconi seine Kandidatur für das Amt des italienischen Staatspräsidenten aufgegeben hat, gibt es zunächst keine Informationen. Der Parteichef der Forza Italia sei bei der Videoschalte jedoch selbst gar nicht dabei gewesen und seine Entscheidung lediglich verlesen haben.

Silvio Berlusconi kein italienischer Staatspräsident - Suche nach geeignetem Anwärter

Berlusconi - viermaliger Ministerpräsident seines Landes - hatte zuletzt intensiv versucht, genügend Wahlleute für die am Montag (24. Januar) beginnenden Abstimmungen zu gewinnen. Nun fordere der Ex-Regierungschef, der neben seiner Tätigkeit als Politiker und Unternehmer auch als Fußballfunktionär sowie durch Skandale und Strafprozesse von sich reden machte, einen gemeinsamen Vorschlag für geeigneten Ersatz.

Wenngleich die Chancen auf einen Sieg nicht gut erschienen: Auch innerhalb Italiens war die ursprüngliche Absicht des umstrittenen Silvio Berlusconi kritisch beäugt worden:

Italien: Berlusconi winkt ab - Wer wird Nachfolger von Mattarella?

Der neue Kandidat wird innerhalb der rechtsgerichteten Parteien Forza Italia, Lega und Fratelli d‘Italia gesucht. Lega-Chef Matteo Salvini sagte, nun habe Mitte-Rechts „die Ehre und Verantwortung, seine Vorschläge zu machen“.

Zuletzt galt Italiens aktueller Ministerpräsident Mario Draghi als Favorit auf die Wahl. Jedoch drängte Berlusconi darauf, dass der Regierungschef auf seiner aktuellen Position bleibe. Auch andere Parteichefs sind gegen einen Wechsel des ehemaligen Chefs der Europäischen Zentralbank (EZB)*, der vorzeitige Neuwahlen nach sich ziehen könnte.

Aktueller Staatspräsident ist der 80-jährige Sergio Mattarella, als zwölfter vereidigter Präsident des südeuropäischen Landes. Der wird seinen Amtssitz in der Hauptstadt Rom jedoch abgeben. (PF/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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