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Signal aus Palau

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Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock im Gespräch mit dem palauischen Staatsminister Gustav Aitaro (rechts) nach einer gemeinsamen Pressekonferenz in Ngerulmud, Palau.
Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock im Gespräch mit dem palauischen Staatsminister Gustav Aitaro (rechts) nach einer gemeinsamen Pressekonferenz in Ngerulmud, Palau. © AFP

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock thematisiert die Klimakatastrophe bei ihrer Rede im Inselstaat Palau. Die Umweltorganisation Greenpeace sieht „eine begrüßenswerte Wende in der deutschen Klimaaußenpolitik“.

Greenpeace hat die Bundesregierung aufgefordert, Konsequenzen aus der Feststellung von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock zu ziehen, wonach die Klimakrise das größte aktuelle Sicherheitsproblem ist. Baerbock habe mit dieser Einordnung in einer Rede im Inselstaat Palau „eine begrüßenswerte Wende in der deutschen Klimaaußenpolitik eingeläutet“, sagte der Vorstand von Greenpeace Deutschland, Martin Kaiser, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Die Klimakrise wird von ihr als sicherheitspolitisches Thema verortet, entsprechend will Deutschland nun eine Lösung für von Wetterextremen geschädigten oder vertriebenen Menschen vorantreiben.“ Die Bundesregierung müsse nun aktiv werden. „Für Verkehrs- und Bauminister:innen sollten die Konsequenzen aus dieser Rede Sofortmaßnahmen sein, um Deutschlands Beitrag zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels gewährleisten zu können.“

Nötig sei unter anderem ein Verbot von Neuzulassungen für Pkw mit Verbrennungsmotor in Deutschland schon von 2025 an und bundesweite Mindeststandards für den öffentlichen Nahverkehr, damit dieser flächendeckend eine praktikable Alternative zum Auto werde. Kurzfristig müssten dafür die Preise für Bus und Bahn sinken, „deutlich günstigere und einheitliche Tickets“ für Minderjährige und günstigere Familien- und Sozialtickets müssten dem folgen. Dem Neun-Euro-Ticket solle ein bundesweites 365-Euro-Jahresticket folgen.

Kaiser hat Baerbock auf ihrer Reise nach Palau begleitet. Die frühere Chefin von Greenpeace International, Jennifer Morgan, ist seit wenigen Monaten Baerbocks neue Staatssekretärin für Klimaaußenpolitik. vat

Leitartikel Seite 11

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