+
Sigmar Gabriel (l) trifft Benjamin Netanjahu in Jerusalem.

Anerkennung Jerusalems

Sigmar Gabriel trifft Netanjahu in Israel

Neun Monate nach seiner von einem Eklat überschatteten Antrittsreise nach Israel besucht Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) das wichtige Partnerland erneut.

Neun Monate nach seiner von einem Eklat überschatteten Antrittsreise nach Israel besucht Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) das wichtige Partnerland erneut.

Im Mittelpunkt des eintägigen Kurzbesuchs heute steht ein Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der im vergangenen April einen Termin mit Gabriel platzen ließ. Der Grund: Der Bundesaußenminister war nicht bereit, auf ein Treffen mit regierungskritischen Organisationen zu verzichten.

Gabriel besucht auch die Palästinensischen Autonomiegebiete und wird in Ramallah Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen. Zudem hält er eine Rede bei einer sicherheitspolitischen Konferenz in Tel Aviv.

Zu den Hauptthemen der Reise werden der Streit um die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA, die Diskussion um das Atomabkommen mit dem Iran und die Krisen in der Region vom Jemen bis Syrien gehören.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Netanjahu bereits vergangene Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos getroffen. Mitte Februar wird der israelische Ministerpräsident in Deutschland bei der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet.

Die gegenseitigen Besuche gelten als Gelegenheit, die zuletzt angeschlagenen Beziehungen zwischen den beiden Ländern wieder auf Vordermann zu bringen. Anfang vergangenen Jahres hatte Merkel offensichtlich aus Verärgerung über die israelische Siedlungspolitik im palästinensischen Westjordanland die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben. In diesem Jahr sollen sie nachgeholt werden - sobald Deutschland eine neue Regierung hat. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion