1. Startseite
  2. Politik

Zwei Wochen bis zum Sieg im Ukraine-Krieg: Russland war kurz vorm Triumph 

Erstellt:

Von: Helena Gries

Kommentare

Ein Mädchen geht im Schnee an einem Denkmal für russische Spezialeinheiten vorbei.
Russland hätte den Krieg in der Ukraine beinahe gewonnen, das sagt ein dänischer Geheimdienstoffizier hätte. Doch Putins Militärpläne sollen gescheitert sein. (Symbolbild) © Dmitri Lovetsky/dpa

Laut einem dänischen Geheimdienstoffizier hätte Russland den Krieg in der Ukraine beinahe gewonnen. Doch seine Militärpläne sollen gescheitert sein.

Moskau/Kiew – Seit nunmehr zehn Monaten tobt der Ukraine-Krieg. In den ersten Wochen nach der Invasion machten russische Truppen in der Ukraine erhebliche Fortschritte und eroberten schnell mehrere Regionen des Landes. Die Bemühungen ließen jedoch mit zunehmender Verteidigung der ukrainischen Luftwaffe langsam nach. In Dänemark glaubte man allerdings, Russland würde die Ukraine in nur zwei Wochen übernehmen. Das geht jetzt aus einem Artikel der dänischen Zeitung Berlingske hervor.

Laut einem dänischen Geheimdienstoffizier hätte Russland den Krieg in der Ukraine beinahe gewonnen, bevor sich die Militärpläne von Russlands Präsidenten Wladimir Putin zerstreuten. In einem Interview mit der dänischen Zeitung gibt der Leiter des Russland-Analyse-Teams beim dänischen Verteidigungsnachrichtendienst (FE), Joakim, eine Einschätzung ab.

Ukraine-Krieg: Schlechte Entscheidungen des Kreml kosteten Russland den schnellen Sieg

Dänische Beamte gingen demnach davon aus, Putin würde in den ersten Wochen der Invasion den Krieg gewinnen. Doch schlechte Entscheidungen des Kreml kosteten Russland laut Einschätzung des dänischen Geheimdienstoffiziers den erwarteten schnellen Sieg. Joakim nannte in dem Interview Putins ideologische Überzeugungen als Hauptgrund für das Scheitern Russlands - und nicht die mangelnde Intelligenz des russischen Präsidenten.

Außerdem sei es ein Fehler gewesen, die Invasion als spezielle Militäroperation und nicht als Krieg zu bezeichnen. Somit konnten nur bestimmte Truppen kämpfen, bis Putin im September eine Teilmobilisierung von Reservisten anordnete.

Ukraine-Krieg: Putins Gesundheitszustand könnte Auslöser der Invasion gewesen sein

Der dänische Geheimdienst hat laut Berlingske außerdem Einschätzungen zu Putins Medikamenteneinnahme zum Zeitpunkt der Invasion in die Ukraine geteilt. Die Wirkstoffe könnten den Angriff begünstigt haben. Demnach soll Putin zu Beginn des Ukraine-Konfliktes eine Hormontherapie erhalten haben. „Größenwahn ist eine der bekannten Nebenwirkungen der Hormonbehandlung“, sagte der dänische Geheimdienstoffizier Joakim. Seit längerem sorgt Putins Gesundheitszustand immer wieder für Schlagzeilen. (hg)

Auch interessant

Kommentare