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Wer sie ersetzen soll, ist den Rebellen egal. Hauptsache: Weg mit Petry!

AfD-Chefin Frauke Petry

"Sie verhält sich zunehmend totalitär"

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Aufstand gegen Frauke Petry: Ausgerechnet sächsische Parteifreunde wollen den Erfolg der AfD-Vorsitzenden als Direktkandidatin im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge verhindern.

Frauke Petry steht ein heißer Sommer bevor. Am 24. September will die Vorsitzende der AfD in den Bundestag gewählt werden. Vorher ist Wahlkampf in der Sächsischen Schweiz und im Osterzgebirge angesagt, dort tritt die 41-Jährige Dresdnerin als Direktkandidatin an. Doch ihren Erfolg wollen ausgerechnet sächsische Parteifreunde verhindern.

Petry trete auf wie eine „Führerin“ oder eine „Herrscherin“, regt sich der Freitaler AfD-Stadtrat Norbert Mayer über seine Landes- und Bundesvorsitzende auf. „Sie verhält sich zunehmend totalitär. So jemanden will ich nicht im Bundestag sehen“, zitiert die „Sächsische Zeitung“ den ehemaligen CDU-Politiker. Mayer gehört zu den AfD-Mitgliedern, die auf einem Kreisparteitag Mitte Juni die Direktkandidatur Petrys um jeden Preis stoppen wollen. Außerdem gibt es angeblich gerade Bemühungen, sie auch noch von Platz eins der Landesliste für den Bundestag zu streichen. Wer sie ersetzen soll, ist den Rebellen egal. Hauptsache: Weg mit Petry!

In Maiers AfD-Antrag heißt es, Petrys Wahl am 20. November 2016 zur Direktkandidatin (92 Prozent Zustimmung), solle aufgehoben werden. Sie „hat mehrfach ihre Eignung für eine erfolgreiche Wahl im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge in Frage gestellt“, lautet die Begründung.

Wie rechtsextrem darf oder soll es sein?

Kern der Streitereien ist ein altes Lied: Wie rechtsextrem darf oder soll es sein? Wer gibt in der AfD den Ton an? Eher noch gemäßigte Figuren wie Petry oder der nationalistische und völkische Rand um den Thüringer Björn Höcke, den Spitzenkandidaten Alexander Gauland oder den Dresdner Richter Jens Maier? Maier hat Platz zwei der sächsischen Landesliste für die Wahl im September, direkt hinter Petry.

Der Jurist steht symbolisch und leibhaftig für den Dauerstreit: Petry will ihn aus der AfD werfen lassen, ihr Landesverband verweigerte sich und sprach sich im Frühjahr mit Mehrheit für Maiers Verbleiben in der Partei aus. Maier hatte es im Januar zu deutschlandweiter Beachtung gebracht, als er als Vorredner des Thüringers Höcke im Dresdner Ballhaus Watzke ein Ende des „Schuldkults“ forderte und vor „Mischvölkern“ warnte.

In Dresden hält man es allerdings für unwahrscheinlich, dass Petrys Gegner die Kandidatur noch verhindern können. Was sie jedoch können und offensichtlich auch wollen: Ihr den Sommer vermiesen, das Leben schwer machen und den Wahlkampf ruinieren. In Dresden machen zudem Gerüchte die Runde, die sächsische AfD könnte nach der Wahl endgültig und mit Getöse auseinanderbrechen.

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