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Zwei Priester sind von den  Justizbehörden des Vatikans wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt.

Sexueller Missbrauch

Vatikan klagt zwei Priester wegen Missbrauch an

Zwei Priester sollen Jungs in einer Einrichtung für elf- bis 14-jährige Kinder sexuell missbraucht haben. 

Die vatikanischen Justizbehörden haben Anklage gegen zwei Priester wegen sexuellen Missbrauchs im Vatikan erhoben. Dem ehemaligen Rektor eines Internats, das Ministranten für Gottesdienste im Petersdom stellt, wird Beihilfe zum Missbrauch vorgeworfen. Einem ehemaligen Schüler des Priesterseminars wird hingegen Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen, teilte der Vatikan mit.

Die Taten sollen vor dem Jahr 2012 im sogenannten Präseminar St. Pius X., einer Einrichtung für elf- bis 14-jährige Jungen, begangen worden sein. Aufgrund von Presseberichten seien im November 2017 Ermittlungen aufgenommen worden, hieß es. Bereits 2013 hatte der Vatikan wegen des Verdachts auf Missbrauch in dem Präseminar ermittelt. Allerdings seien damals keine Anhaltspunkte dafür gefunden worden, betonte der Vatikan. Die vorliegende Anklage sei überdies möglich geworden, nachdem Papst Franziskus im vergangenen Juli verfügt habe, dass für eine Anklage keine Anzeige des Opfers vorliegen müsse.

Der ehemalige Rektor des Seminars, Enrico Radice, leitete nach Angaben der offiziellen Internetseite Vaticannews zwölf Jahre lang das Internats. Der ehemalige Schüler Gabriele Martinelli sei vor zwei Jahren im norditalienischen Como zum Priester geweiht worden, berichtete die Tageszeitung der italienischen Bischöfe, „Avvenire“. Der 28-Jährige wird beschuldigt, dort mehrere jüngere Zöglinge missbraucht zu haben. (epd) 

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