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In der Kritik: Andreas Scheuer.

Verkehrsminister

Scheuer bekommt Gegenwind wegen sexistischer Fahrradhelm-Kampagne

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„Peinlich, dumm, sexistisch“: Mit leicht bekleideten Models wirbt das Ministerium von Andreas Scheuer (CSU) für das Tragen von Fahrradhelmen. 

Können halbnackte Frauen das Leben retten? Mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf? Das glaubt zumindest der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) – und erntet für die Fahrradhelm-Kampagne seines Hauses deutliche Kritik. 

„Sieht Scheiße aus. Aber es rettet mein Leben“: Die Kampagne aus dem Verkehrsministerium von Andreas Scheuer (CSU) regt viele auf.

Die Frauen in der SPD forderten am Sonntag einen Stopp der Aktion. Maria Noichl, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, sagte der „Bild am Sonntag“: „Es ist peinlich, dumm und sexistisch, wenn der Verkehrsminister seine Politik mit nackter Haut verkauft. Deshalb: Runter mit den Plakaten.“

SPD-Fraktionsvize Katja Mast sagte, die Umsetzung des eigentlich richtigen Themas sei „peinlich, altbacken und sexistisch“. Stefan Gelbhaar, Sprecher für Radverkehr der Grünen-Bundestagsfraktion, mahnte in der „Bild am Sonntag“: „Statt auf sexistische Werbung ohne Wirkung zu setzen, sollte Scheuer endlich ernsthaft für die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen sorgen.“ 

Ein Ministeriumssprecher verteidigte die Kampagne: Sie erzeuge Aufmerksamkeit und könne Leben retten. Das Verkehrsministerium hatte die Kampagne „Looks like shit. But saves my life“ am Freitag vorgestellt. (mit epd)

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