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Selenskyj zu WM und Krieg: Rote Karte oder roter Knopf?

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Von: Caspar Felix Hoffmann

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Die FIFA lehnt Selenskyjs Bitte ab, beim WM-Finale eine Friedensbotschaft zu übermitteln. Der ukrainische Präsident äußert sich zu WM und Krieg.

Kiew/Frankfurt – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nutzte seine abendliche Ansprache am Sonntag (18. Dezember), um über die gerade zu Ende gegangene Fußballweltmeisterschaft in Katar zu reflektieren. Zudem sagte er, dass Wettbewerbe besser auf Spielfeldern ausgetragen werden sollten – nicht auf dem Schlachtfeld.

„Das ist der Sinn des Fußballs: Jeder hat die Chance zu gewinnen, jeder kann zeigen, dass er der Stärkste ist. Aber der Wettbewerb findet auf dem Spielfeld statt, nicht auf dem Schlachtfeld. Und das Schlimmste, was passieren kann, ist eine Rote Karte, nicht ein roter Knopf“, sagte Selenskyj.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält am 13. Dezember in Kiew eine Online-Rede.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält am 13. Dezember in Kiew eine Online-Rede. © Ukraine Presidency/Imago

FIFA sperrt Ansprache von Selenskyj vor WM-Spiel zwischen Argentinien und Frankreich

Berichten zufolge hat die FIFA seine Ansprache vor dem WM-Spiel zwischen Argentinien und Frankreich am Sonntag zwar gesperrt, aber Selenskyj sagte in seiner abendlichen Ansprache: „Die Welt hat unseren Aufruf trotzdem gehört.“ Zunächst berichtete CNN darüber.

„Wenn die Menschen durch den Fußball vereint sind, sind sie auch durch den Frieden vereint. Deshalb habe ich für heute eine besondere Ansprache aus der Ukraine an die ganze Welt vorbereitet. An alle, die Frieden und Leben schätzen“, sagte Selenskyj.

Selenskyj forderte das ukrainische Volk auch auf, einander zu helfen, wann immer sie können, und nicht nur, wenn sie um Hilfe gebeten werden. Er sagte zudem, dass neun Millionen Menschen in der Ukraine seit kurzem wieder Strom haben.

Der Ukraine-Krieg geht diese Woche in den 10. Monat. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums hat Russland seit Beginn des Krieges mehr als 98.000 Soldaten verloren. Der einjährige Jahrestag wird am 24. Februar sein, also in gut zwei Monaten. (cas)

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