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Mit Erfolgen im Rücken: Selenskyj kündigt Friedensplan für Ukraine-Krieg an

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Von: Jana Ballweber

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Wie könnte der Krieg in der Ukraine ein Ende finden? Präsident Selenskyj will der Welt schon bald seine Vorschläge präsentieren.

Kiew – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will im Februar seine Pläne für ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs vorstellen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf europäische und ukrainische Diplomaten.

Aktuell sei Selenskyjs Team damit beschäftigt, den Plan auszuarbeiten. Als mögliches Datum für die Vorstellung gilt der 24. Februar 2023, genau ein Jahr, nachdem der Feldzug Russlands gegen die Ukraine begonnen hatte.

Selenskyj und Biden sprechen über möglichen Friedensplan im Ukraine-Krieg

Bei seinem Besuch in Washington hatte Selenskyj mit US-Präsident Joe Biden über seine Ideen für einen Friedensplan gesprochen. In seiner Rede vor dem US-Kongress sprach er von zehn Punkten, die nötig seien, um die internationale Sicherheit zu gewährleisten. Die nötigen Garantien für die gemeinsame Sicherheitsarchitektur nach dem Krieg müssten für Jahrzehnte angelegt sein, so der ukrainische Präsident weiter.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj überreichte nach seiner Rede im amerikanischen Kongress US-Vize-Präsidentin Kamala Harris (li.) und der Sprecherin des Hauses, Nancy Pelosi, eine Flagge seines Heimatlandes.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj überreichte nach seiner Rede im amerikanischen Kongress US-Vize-Präsidentin Kamala Harris (li.) und der Sprecherin des Hauses, Nancy Pelosi, eine Flagge seines Heimatlandes. © IMAGO/Carol Guzy

Vor dem Kongress zeigte Selenskyj sich auch erleichtert darüber, dass Präsident Biden seine Idee für einen „Friedensgipfel“ befürworte. Selenskyj hatte angekündigt, die Welt im Winter zu diesem Gipfel einzuladen, für „unser Land und für jedes andere Land, das derselben Aggressivität ausgesetzt ist, demselben Terror, den Russland in unser Land getragen hat.“

Ukraine will mit militärischen Erfolgen Verhandlungsposition verbessern

Dem Wall Street Journal zufolge seien sich US-amerikanische, ukrainische und Nato-Offizielle einig, dass die Verhandlungsposition der Ukraine in möglichen Friedensgesprächen entscheidend vor der militärischen Situation abhänge, in der die Truppen sich zu diesem Zeitpunkt befinden. Nur so könne man Zugeständnisse von Moskau erreichen.

Das bedeute, dass die Ukraine sich mit militärischen Erfolgen auf die Friedensgespräche vorbereiten wolle, die es in den nächsten Monaten zu beginnen gilt. Im Zuge von Selenskyjs Besuch hatten die USA die Lieferung weiterer Waffen angekündigt, darunter das Luftabwehrsystem Patriot. Der russische Präsident Wladimir Putin wertete den Besuch als Provokation und weitere Eskalation des Konflikts. (Jana Ballweber)

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