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USA sehen keinen Grund für neue UN-Resolution

Söhne Saddam Husseins beigesetzt / Digital bearbeitete Fotos sollen bei Fahndung helfen

BAGDAD, 3. August (rtr/dpa/ap). Eine neue Irak-Resolution der UN sei unnötig, sagte US-Präsidialamtssprecher Scott McClellan am Wochenende Journalisten. "Die Resolution 1483 ermächtigt Länder nach unserer Auffassung ausreichend, um sich zu beteiligen und Wiederaufbau und Stabilisierung in Irak zu unterstützen", sagte McClellan. Er räumte allerdings ein, dass mehrere Staaten ein weiter gehendes Mandat der UN wünschten. Mit diesen Staaten gebe es dazu erste Gespräche.

Die beiden Söhne von Saddam Hussein, Udai und Kusai, sind am Samstag in einem Familiengrab im Geburtsort des gestürzten irakischen Staatschefs beigesetzt worden. Mit ihnen wurde in El Udscha bei Tikrit auch Kusais 14-jähriger Sohn Mustafa zu Grabe getragen, der ebenso wie sein Vater und sein Onkel am 22. Juli bei einem Feuergefecht mit US-Soldaten ums Leben gekommen war. Nach der Beisetzung wurden in Tikrit Anschläge auf die US-Streitkräfte verübt. Entlang der Straße, auf der Soldaten nach Überwachung der Trauerfeier in ihr Hauptquartier zurückkehrten, explodierte eine Rohrbombe. Dabei wurden nach US-Angaben mindestens zwei Soldaten verletzt. Wenig später detonierten zwei weitere Sprengsätze, die zwei anderen Militärkonvois galten.

Der US-Verwalter in Irak, Paul Bremer, machte neben Gefolgsleuten Saddam Husseins - Überresten der Baath-Partei, Kämpfern der Milizen und ehemaligen Sicherheitskräften - auch ausländische Terroristen für die anhaltende Gewalt gegen die US-Truppen verantwortlich. In der irakischen Bevölkerung habe er keinen Hass gegen die US-Soldaten bemerkt, sagte Bremer auf einer Pressekonferenz. Die fast täglichen Angriffe auf US-Soldaten würden nach der Festnahme des Ex-Diktators abflauen, sagte Bremer weiter.

Wie die US-Streitkräfte am Wochenende mitteilten, wurden bei einem Granatenangriff am Freitag östlich von Bagdad ein Soldat getötet und drei weitere verletzt. Der arabische Fernsehsender Al Dschasira berichtete, am Samstagmorgen sei ein US-Soldat bei einem Angriff nördlich von Bagdad ums Leben gekommen. Eine Stellungnahme der US-Armee lag nicht vor.

Bei der Suche nach dem gestürzten Staatschef sollen den US-Soldaten digital bearbeitete Fotos helfen. Auf den seit Freitag verteilten Bildern wird Saddam Hussein dargestellt, wie er nach dreieinhalb Monaten auf der Flucht aussehen könnte.

Der Geheimdienst CIA stuft die jüngste mutmaßliche Botschaft Saddam Husseins als wahrscheinlich authentisch ein. Auf einem am Freitag vom Fernsehsender Al Dschasira abgespielten Tonband hatte der Sprecher zum Widerstand gegen die US-Besatzungsmacht aufgerufen.

Die beiden nach Jordanien geflohenen Töchter Saddam Husseins haben in TV-Interviews tiefe Zuneigung zu ihrem Vater ausgedrückt und beteuert, nichts über dessen Aufenthaltsort zu wissen. Raghad Saddam Hussein und Ranan Saddam Hussein waren selbst Opfer der Terrorherrschaft ihres Vaters: 1996 ließ er ihre Ehemänner ermorden. "Saddam Hussein war ein sehr guter Vater", sagte Raghad. "Er hatte ein großes Herz."

Dossier: Irak nach dem Krieg

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