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Nach der Affäre um Hans-Georg Maaßen ist Horst Seehofer angeschlagen.

CSU-Vorsitz

Seehofers Sprecher dementiert Bericht über Rücktritt

Die "Zeit" berichtet über den Rücktritt von Horst Seehofer als CSU-Vorsitzender, sein Sprecher dementiert: Der Bundesinnenminister habe sich noch nicht zu seiner politischen Zukunft festgelegt.

CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich nach Angaben seines Sprechers noch nicht zu seiner politischen Zukunft festgelegt. „Horst Seehofer hat sich nicht festgelegt“, sagte der Sprecher am Mittwoch zu einem Medienbericht, Seehofer wolle in den nächsten Tagen den CSU-Vorsitz zur Verfügung stellen. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte unter Berufung auf mehrere unabhängige Vertraute aus Seehofers Umfeld zudem berichtet, Seehofer plane, Bundesinnenminister zu bleiben.

Seehofers Sprecher sagte, der CSU-Vorsitzende halte an dem von ihm selbst angekündigten Zeitplan fest, sich erst nach dem kommenden Montag zu möglichen Konsequenzen aus der bayerischen Landtagswahl und über seine eigene politische Zukunft zu äußern. Am Montag will der wiedergewählte bayerische Ministerpräsident Markus Söder sein Kabinett im Landtag vorstellen. Seehofer hatte am Sonntag gesagt, er wolle „die Vorstellung und Vereidigung des Kabinetts nicht mit anderen Dingen belasten“.

Seehofers langjähriger Rivale Söder hatte diesen im März als Ministerpräsidenten abgelöst und gilt auch als möglicher Nachfolger auf dem CSU-Vorsitz. Der CSU-Vorstand, dem neben Seehofer auch Söder angehört, und die CSU-Landtagsfraktion hatten sich auch gemeinsam darauf festgelegt, erst nach der Regierungsbildung über Konsequenzen aus der Landtagswahl zu beraten. Die CSU hatte Mitte Oktober ihr schwächstes Landtagswahlergebnis seit fast 70 Jahren eingefahren und ihre absolute Mehrheit verloren. Die CSU regiert nun in einer Koalition mit den Freien Wählern. (rtr)

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