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CSU-Chef Horst Seehofer: nicht nur "Dirndl und Lederhose".

GroKo

Seehofer wird Dorf-Entwicklungsminister

Als Minister für "Heimat" will sich CSU-Chef Horst Seehofer in einer möglichen Großen Koalition vor allem um die Dorf-und Stadtentwicklung kümmern.

CSU-Chef Horst Seehofer will sich als Bundesinnenminister neben der Kriminalitätsbekämpfung auch um die Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen im ganzen Land kümmern. Zu dem Begriff Heimat, für den sein Ressort neben der inneren Sicherheit und Zuwanderungsfragen zuständig sein solle, zählten für ihn nicht nur „Dirndl und Lederhose“, sondern vor allem Dorfentwicklung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, sagte Seehofer am Donnerstag anlässlich einer CSU-Vorstandssitzung in München. Mit dem Koalitionsvertrag sei er „hochzufrieden“.

Über seine geplante Aufgabe als Innenminister sagte der 68-Jährige: „Es macht Spaß, es ist eine Mission.“ Er hatte früher wiederholt mit einem Rückzug aus der Politik geliebäugelt. „Ich äußere mich jetzt zu diesen Fragen, ob ich befristet oder unbefristet beschäftigt bin, überhaupt nicht.“

Seehofer will nach früheren Angaben das Amt des Ministerpräsidenten bis zum Ende des ersten Quartals an Finanzminister Markus Söder abgeben. Söder führt die Partei in den Wahlkampf zur Landtagswahl im Oktober. Söder sagte nun, die Bedeutung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Zuwanderungsbegrenzung und der geplanten Übernahme des Innenministeriums durch Seehofer sei für die CSU wesentlich. „Die Wähler haben uns ja bei der Bundestagswahl mit dem Ergebnis für die AfD einen klaren Auftrag erteilt, nämlich das Thema Zuwanderung anders zu behandeln als vorher“, sagte Söder. (rtr) 

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