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Ruben Neugebauer
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Ruben Neugebauer

Flüchtlinge

Sea-Watch: Kooperation mit Libyen beenden

Die Seenotretter des Vereins Sea-Watch haben die Gewaltdrohungen aus Libyen gegen unabhängige Rettungseinsätze für Flüchtlinge im Mittelmeer scharf kritisiert.

Das sagte Ruben Neugebauer, Sprecher von Sea-Watch, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag in Berlin: „Wir erwarten, dass die Bundesregierung ihre Unterstützung für die sogenannte libysche Küstenwache auf Eis legt, solange sie ihre Drohungen nicht zurückzieht.“

Eher eine Miliz als Küstenwache

Libyen habe mit der Androhung von Gewalt gegen andere in internationalen Gewässern „einen groben Bruch des Völkerrechts angekündigt“, betonte Neugebauer. Voraussetzung für eine Kooperation müsse sein, dass die libysche Küstenwache sich bereiterkläre, sich an internationales Recht zu halten. Es sei zudem zu bezweifeln, dass das Land selbst in der Lage sei, ordentliche Rettungseinsätze im Mittelmeer durchzuführen. Die libysche Küstenwache sei eher eine Miliz, die auch Sea-Watch bereits bedroht habe.

Die Organisationen „Ärzte ohne Grenzen“, Sea-Eye und Save the Children hatten am Wochenende angekündigt, ihre Rettungsfahrten wegen der libyschen Drohungen vorerst zu stoppen. Die Schiffe des Berliner Sea-Watch-Vereins liegen laut Neugebauer derzeit unabhängig von der aktuellen Situation für rund zwei Wochen für Arbeiten im Hafen. Der Verein werde die Zeit nutzen, um die Lage zu evaluieren und dann entscheiden, ob und wie die eigenen Einsätze fortgesetzt werden können.

Direkt aus dem Meer

Seit Beginn der Hilfseinsätze 2015 sei Sea-Watch an der Rettung von rund 30.000 Menschen im Mittelmeer beteiligt gewesen, sagte Neugebauer. 2017 seien von Helfern des Vereins bislang rund 5.000 Flüchtlinge direkt aus dem Meer gerettet worden. Der Verein bereitet derzeit das zusätzliche Schiff „Sea-Watch 3“ für Rettungseinsätze im Mittelmeer vor, das von einer anderen Hilfsorganisation übernommen wurde. Für die Finanzierung der Mission der „Sea-Watch 3“ benötigt der Verein nach eigenen Angaben rund 400.000 Euro. (epd)

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