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Sasha Johnson in London im Juli 2020. Thabo Jaiyesimi/SOPA Images/dpa
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Sasha Johnson in London im Juli 2020.

London

Schwarze Aktivistin angeschossen

  • Peter Rutkowski
    VonPeter Rutkowski
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Es kursierten unterschiedlichste Gerüchte über den Zustand von Johnson und es gibt große Verwirrung über die Hintergründe der Tat.

Die Desinformation funktionierte seit Sonntagfrüh am besten: Sasha Johnson ist dem Tode nahe. Oder: Sasha Johnson geht es gut und ihre Eltern sind bei der 27-Jährigen im Hospital. Weil die zweifache Mutter eine der herausragenden Figuren des britischen Ablegers der „Black Lives Matter“-Bewegung ist, wurde sie schon mehrfach mit dem Tode bedroht. Oder: Die Mitgründerin der Anti-Rassismus-Partei „Taking The Initiative“ (Die Initiative ergreifen) war ganz privat auf einer Party in Peckham im Süden Londons. Der Schuss, der Johnson am Kopf traf, galt nicht ihr, sondern hatte etwas mit Auseinandersetzungen rivalisierender Banden zu tun. Das zumindest vermutete am Montag eine Mitstreiterin gegenüber der BBC. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe herrschte weiter Unklarheit üner Johnsons Zustand.

Warum es wirklich zu der Tat kam, weiß auch noch niemand. Die Londoner Polizei tendiert zu dem Bandenmotiv. Das Problem daran ist weniger die Ungewissheit. Vielmehr hat sich der Protest von Sasha Johnson und anderen auch immer gegen Rassismus in der britischen Polizei gerichtet. Besonders der Londoner Stadtteil Brixton, in dem viele karibische Eingewanderte leben, ist lange schon Schauplatz heftiger Gefechte mit der Polizei.

Während Schwarze Menschen in England schon seit dem 16. Jahrhundert beheimatet waren, sind sie immer noch eine Gruppe, die vor allem in urbanen Zentren mit entsprechenden sozialen Verwerfungen ohne Unterlass mit Diskriminierung rechnen muss. „Black Lives Matter UK“ ließ wissen: „Jeder Versuch, Johnson einzuschüchtern oder sie zum Schweigen zu bringen, ist eine Angriff auf uns alle“.

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