Nach Köhler-Attacke

Schwan weicht ihre Kritik auf

Berlin. Nach massiver interner Kritik hat SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan ihre Kritik an Bundespräsident Horst Köhler relativiert. "Ich habe die

Berlin. Nach massiver interner Kritik hat SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan ihre Kritik an Bundespräsident Horst Köhler relativiert. "Ich habe die Sorge, dass in Deutschland insgesamt zu wenig getan wird, um die Kluft zwischen Politik und Bürgern zu überwinden", erklärte sie am Donnerstag. Im Gespräch mit der Zeit hatte sie mit Bezug auf Köhler gesagt: "Der Graben zwischen Politik und Gesellschaft wird in der aktuellen Amtsführung eher vertieft als überbrückt." Außerdem warf sie Köhler vor, er nehme "eine Erosion der Demokratie in Kauf".

In der SPD-Spitze wollte niemand mehr die Äußerung kommentieren. Am Vortag war von einem "völlig falschen Zungenschlag" die Rede gewesen. Mit der relativierenden Klarstellung könne Parteichef Franz Müntefering wohl leben, hieß es gestern im Willy-Brandt-Haus. Nur der SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy verteidigte Schwan. doe

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