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Fighting Corona Virus haben diese drei Männer auf ihrem Shirt stehen.

Schwellenländer

Schutzlos ausgeliefert

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Die armen Länder können im Tauziehen um medizinische Ausrüstung nicht mithalten. Das sollte den Industriestaaten nicht egal sein.

In der Corona-Pandemie ist jeder Staat sich selbst der Nächste. Europäer, Amerikaner, Chinesen, Saudis und Russen konkurrieren weltweit um Restbestände an Masken und Beatmungsgeräten. Die reichsten Nationen liefern sich einen Wettlauf um den besten Schutz – ein Wettlauf, aus dem die Schwellen- und Entwicklungsländer ausgeschlossen sind. Die ärmere Hälfte der Menschheit ist dem Virus schutzlos ausgeliefert. 

Dabei müsste doch jedem Europäer, Amerikaner, Chinesen, Saudi und Russen klar sein, dass der Kampf gegen das Virus erst gewonnen ist, wenn es auch in Afrika, Südostasien und Südamerika besiegt ist. Dort aber droht es jetzt einzutreffen - mit Verzögerung, doch umso heftiger. Bill Gates, Gründer des Software-Konzerns Microsoft und Förderer der Pandemie-Forschung, hat das Coronavirus kürzlich als potenziellen „Jahrhunderterreger“ bezeichnet. Gates rechnet mit bis zu zehn Millionen Toten in Afrika – so vielen wie sonst nirgends auf dem Planeten. Er sieht die reichen Länder in der Pflicht, die maroden Gesundheitssysteme Afrikas und Asiens jetzt zu stützen, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen. 

Die im Westen hierzu praktizierten Strategien sind für den globalen Süden untauglich: In den Ohren der Bewohner der Slums von Nairobi oder Manila muss das Abstandsgebot von zwei Metern wie Hohn klingen. Zudem setzt häufiges Händewaschen eine allgemein zugängliche Wasserversorgung voraus, wie sie etwa in der von Dürre geplagten Subsahara-Region utopisch erscheint. Hierzulande ist es vor allem Entwicklungsminister Gerd Müller, der vor den verheerenden Folgen der Virus-Ausbreitung in Schwellen- und Entwicklungsländern warnt. 

Er fordert einen Schuldenerlass für die ärmsten Staaten. Der CSU-Politiker mahnt zu einer weltweiten Zusammenarbeit und sieht die Vereinten Nationen in der Pflicht, einen Weltkrisenstab einzurichten. Die Corona-Pandemie droht allerdings eher, bestehende Krisen in der Welt weiter zu verschärfen.

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