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Brexit

Schottland strebt Unabhängigkeit an – „London wird Referendum nicht verhindern“

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Schottland denkt nach dem Brexit über die Unabhängigkeit nach. Boris Johnson könnte ein Referendum untersagen. Entscheidend dürfte die Wahl am 6. Mai werden.

Edinburgh - Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon ist überzeugt, dass London ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland nach einem Wahlsieg ihrer Partei nicht verhindern wird. „Wenn die Menschen in Schottland eine Partei wählen, die sagt „Wenn die Zeit dafür gekommen ist, sollte es ein Unabhängigkeitsreferendum geben, dann kann man dem nicht im Wege stehen“, sagte Sturgeon der britischen Tageszeitung Guardian am Montag (12.04.2021). „Und ich denke auch nicht, dass das passieren wird“, fügte Sturgeon an.

Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf ungenannte britische Regierungsquellen, die bereits eingestanden haben sollen, dass es nach einem klaren Wahlergebnis quasi unausweichlich wäre, der Forderung nach einem Referendum nachzugeben.

Nicola Sturgeon will sich von London lösen.

Die Schotten wählen am 6. Mai ein neues regionales Parlament. Sturgeon gilt mit ihrer Schottischen Nationalpartei (SNP) als klare Favoritin. Im Fall einer absoluten Mehrheit will die Partei ein neues Unabhängigkeitsreferendum durchsetzen - Premierminister Boris Johnson müsste dies jedoch erlauben. Je klarer das schottische Wahlergebnis ausfallen wird, desto größer wird der Druck auf London.

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Wahlen in Schottland: Regierungspartei in Umfragen vorne

Berichte in der Sunday Times deuteten darauf hin, dass die britische Regierung zwar weiterhin gegen die Erteilung der erforderlichen Befugnisse zur Abhaltung eines Referendums sind, hochrangige Torys jedoch der Ansicht seien, dass dies schwer aufrechtzuerhalten sein würde, sollte die SNP am 6. Mai triumphieren.

Eine Abstimmung im Jahr 2014 fiel knapp gegen die Abnabelung Schottlands vom Vereinigten Königreich aus. Das war allerdings vor dem Brexit-Referendum 2016. Da eine klare Mehrheit der Schotten gegen den Brexit gestimmt hatte, bekam die Unabhängigkeitsbewegung danach deutlichen weiteren Zuspruch. Derzeit führt die Schottische Nationalpartei die Umfragen an. In der vergangenen Woche hatten Befragungen von Ipsos Mori für STV News und Opinium für Sky News eine Mehrheit und somit historische vierte Amtszeit für die Partei von Nicola Sturgeon vorher gesagt. (skr mit dpa)

Rubriklistenbild: © Andrew Milligan/dpa

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