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USA schlagen zurück

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Das Internationale Komitee des Rotes Kreuzes (IKRK) will angesichts der Sicherheitslage seine Büros in Bagdad und Basra schließen. Das Büro in der irakischen Hauptstadt (im Bild) war am 30. Oktober Ziel eines Angriffs.
Das Internationale Komitee des Rotes Kreuzes (IKRK) will angesichts der Sicherheitslage seine Büros in Bagdad und Basra schließen. Das Büro in der irakischen Hauptstadt (im Bild) war am 30. Oktober Ziel eines Angriffs. © ap

Truppen in Irak reagieren mit Bomben auf AngriffeDie US-Besatzungstruppen in Irak haben mit militärischer Härte auf die häufigen Anschläge reagiert. US-Vizeaußenminister Richard Armitage sprach von einem "Aufstand". Das Rote Kreuz will seine Büros in Irak schließen. Dossier: Irak nach dem Krieg

Bagdad · 9. November · ap/dpa/rtr · In der Nacht zum Sonntag bombardierten US-Flugzeuge Ziele in Falludscha, nachdem laut Militärangaben zuvor eine US-Patrouille angegriffen worden war. In der Nacht zum Samstag hatten US-Jets schwere Bomben bei Tikrit abgeworfen, wo am Freitag ein US-Militärhubschrauber abgestürzt war. Nach Angaben eines US-Sprechers war er abgeschossen worden. Bei einer Razzia in Tikrit zerstörten US-Soldaten drei Häuser. Bei den Einsätzen in Tikrit starben nach Militärangaben mindestens fünf mutmaßliche Aufständische, 16 Personen wurden festgenommen. Falludscha und Tikrit gelten als Hochburgen des Widerstandes gegen die Besatzung.

Am Samstag starben bei Explosionen in Bagdad und Falludscha drei US-Soldaten. Damit sind allein in den ersten acht Novembertagen 36 US-Soldaten bei Kämpfen in Irak getötet worden. US-Vizeaußenminister Armitage sagte am Samstag in Bagdad, die USA seien in Irak "in einen Aufstand verwickelt, und das ist ziemlich nahe an einem Krieg". US-Außenminister Colin Powell sagte der arabischsprachigen Zeitung Aschark el Ausat, ein Abzug der US-Truppen stehe nicht zur Debatte.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) kündigte am Samstag in Genf angesichts der Sicherheitslage in Irak die Schließung seiner Büros in Bagdad und Basra an. Es will die Hilfe auf Nordirak beschränken.

Die während des Kriegs in irakische Gefangenschaft geratene US-Soldatin Jessica Lynch warf dem US-Verteidigungsministerium vor, es habe ihre Gefangennahme und Rettung benutzt, um die Unterstützung der Öffentlichkeit für den Krieg zu gewinnen. In einem am Freitag in Auszügen veröffentlichten Interview mit dem Fernsehsender ABC erklärte die 20-Jährige, ihre Geschichte sei falsch dargestellt worden. Es habe keinen Grund gegeben, ihre Befreiung zu filmen.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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