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Andreas Scheuer
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Verkehrsminister Scheuer sieht Handlungsbedarf und spricht sich für eine Bahnreform aus.

Deutsche Bahn

Deutsche Bahn: Scheuer will die ganz große Reform

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich für eine neue Bahnreform ausgesprochen, die den bundeseigenen Konzern auch ausdrücklich auf Klimaschutzziele verpflichtet.

Berlin – Gerade kämpft sich die Deutsche Bahn aus der Corona-Krise heraus und setzt auf die Rückkehr vieler Fahrgäste. Doch was ist mit dem grundsätzlichen Kurs? Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht Handlungsbedarf und will eine Bahnreform.

 „Wir müssen uns in einer neuen Koalition Gedanken darüber machen, wie die Deutsche Bahn in die Zukunft geht“, sagte der CSU-Politiker Andreas Scheuer der Deutschen Presse-Agentur. Der Einstieg sei jetzt schon vollzogen worden: „Gewinnmaximierung darf nicht an oberster Stelle stehen. Oberste Priorität der Deutschen Bahn müssen Klimaziele sein.“

Scheuer will Bahnreform: Akzeptanz für neue Schienenwege muss erhöht werden

Dann müsse im Betrieb bei der Deutschen Bahn und bei der Infrastruktur nicht mit spitzem Bleistift gerechnet werden, sagte Scheuer: „Sondern es geht um die Erfüllung von Klimazielen durch das System Schiene.“ Das könne auch die Akzeptanz für neue Schienenwege erhöhen. „Wenn man einen breiten Bürgerdialog macht und dokumentiert, dass man das für Umwelt, Mensch und Klima macht, dann wird den Bürgern klar: Wir brauchen die Infrastruktur - und die brauchen wir schneller.“

Es gehe auch darum, das Bahnsystem der Deutschen Bahn weiter zu digitalisieren. „Das bringt mehr Kapazität, ohne einen Meter Gleise neu bauen zu müssen“, erläuterte der Minister Scheuer. „Wir brauchen digitale Kontroll- und Steuerungszentralen der Bahn in ganz Deutschland, um die Fehleranfälligkeit wegzubekommen. Derzeit kann eine Störung in Nordrhein-Westfalen im gesamten System drei andere auslösen.“ Mehr Digitalisierung ermögliche auch, belastete Strecken zu entzerren.

Neue Bahnreform soll laut Scheuer im nächsten Koalitionsvertrag fixiert werden

„Ein Bahnhof ist heute eine Mobilitätszentrale“, sagte Scheuer. „Da muss es ein sicheres Fahrradparkhaus geben und Ladepunkte für Elektroautos. Und eine Wasserstoff-Tankstelle, die zum einen die Lok betankt und auf der anderen Seite den regionalen Bus. In dieser Strategie müssen wir jetzt viel stärker denken.“

Die Deutsche Bahn habe außerdem viele Beteiligungen in Gesellschaften: „Da müssen wir einmal dran gehen“, sagte Scheuer. „Wir brauchen eine Bahnreform 3.0.“ Dazu sei es in dieser Wahlperiode wegen Corona nicht gekommen. Der Konzern müsse nun zunächst gut aus der Corona-Krise kommen. Für Mitte 2022 müsse man dies dann in den Blick nehmen, aber auf jeden Fall im nächsten Koalitionsvertrag fixieren. (Carolin Eberth mit dpa)

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