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Protest gegen Ahmadinedschad in New York vor dem Hotel, in dem Ahmadinedschad gastiert.

Ahmadinedschad BBC

"Scheißdreck" soll er nicht gesagt haben

Hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad schon wieder gepöbelt? Ein Reporter, der ihn auf die Kritik des Parlaments an den hohen Reisekosten nach New York ansprach, bekam angeblich unflätiges zu hören.

Hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad schon wieder gepöbelt? Ein Reporter, der ihn auf die Kritik des Parlaments an den hohen Reisekosten nach New York ansprach, bekam angeblich unflätiges zu hören.

Der Meister sinnentleerter Tiraden soll angeblich einem BBC-Reporter auf die Frage nach den Kosten der New-York-Reise gesagt haben, es gehe das iranische Parlament einen "Scheißdreck an", was die Reise kostet. Ahmadinedschads Präsidialamt in Teheran weist die Berichte strikt zurück. Das iranische Parlament hatte offenbar zuvor die hohen Kosten der New York-Reise der Landesdelegation hinterfragt.

Ein iranischer Reporter des Farsi-Programms der BBC hatte den Präsidenten zur Kritik des Parlaments an der Größe seiner Delegation befragt. Ahmadinedschads kurze Antwort war akustisch nicht ganz klar, klang aber nach „Das geht die einen Scheißdreck an.“ Das Video mit der Aussage kam sofort auf YouTube und Facebook und wurde im Iran landesweit zum Gesprächsthema, obwohl auch BBC Farsi nicht bestätigen konnte, was Ahmadinedschad genau gesagt hatte.

Das Präsidialamt verurteilte auf seiner Website „die Verbreitung von Lügen als eine unprofessionelle und unmoralische Methode“ von BBC Farsi, die zur iranischen Regierung feindselig eingestellt sei. Ein iranischer Angeordneter forderte dennoch eine Erklärung zur Wortwahl des Präsidenten. Parlamentspräsident Ali Laridschani wies die Kritik aber zurück. „Ich glaube nicht, dass er das gesagt hat, und wir sollten daher nicht in solch eine Falle geraten“, sagte Laridschani.

Das Parlament hatte Ahmadinedschad kritisiert, weil der Präsident Visen für 160 Leute beantragt und bei seinem inzwischen achten Besuch bei den Vereinten Nationen angeblich 140 Begleiter dabei hatte. Das Parlament sieht in der derzeit wegen der Sanktionen kritischen Wirtschaftslage keinen Anlass für solche Ausgaben. Schon die Hotelzimmerkosten sollen fast eine Million Dollar gekostet haben.

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