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Wagenknecht empört mit Twitter-Post zum Ukraine-Krieg: Spitze der Linken distanziert sich

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Von: Ares Abasi

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Sahra Wagenknecht äußert sich kritisch zum Ukraine-Krieg und erntet heftige Kritik von ihren Partei-Kollegen.

Berlin – Spitzenpolitiker:innen der Linken haben sich am Dienstag (02. August) deutlich von den kritischen Aussagen von Fraktionskollegin Sahra Wagenknecht distanziert. Die Linken-Politikerin hat mit einem Tweet gegen die Grünen im Zusammenhang mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine für Aufregung gesorgt.

Linken-Abgeordnete Sarah Wagenknecht
Sahra Wagenknecht empört mit Aussagen auf Twitter. Ihre Partei-Kollegen distanzieren sich. © Kay Nietfeld / dpa

Die Wiederinbetriebnahme der Kohlekraftwerke zeige: „Klimawandel war für Grüne gestern wichtig“, schrieb Wagenknecht in ihrem Tweet am Montag (01. August). Heute habe „wahnsinniger Krieg gegen Russland“ für die frühere „Ökopartei“ Top-Priorität und „sogar einzig vernünftige Konfliktlösung (Diplomatie/Verhandlungen)“ werde laut Wagenknecht abgelehnt.

Nach Sahra Wagenknechts Twitter-Post: Dietmar Bartsch distanziert sich

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch äußerte sich auf Twitter, die Position der Linksfraktion sei und bliebe klar: „Wir verurteilen den verbrecherischen Angriffskrieg Russlands auf das Schärfste“. Parteichefin Janine Wissler antwortete auf Wagenknechts Tweet, als Linke kritisierten sie die Energiepolitik der Bundesregierung deutlich.

Klar sei aber: „Russland führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit tausenden Toten und Millionen Geflüchteten“. Das „anders darzustellen“ sei eine „Verdrehung der Fakten“ und nicht Position der Linken.

Sahra Wagenknechts Twitter-Post: Krieg sei nicht durch Waffenlieferungen zu beenden

Nach scharfer Kritik aus ihrer eigenen Partei reagierte Wagenknecht mit einem Kommentar unter ihrem Tweet. Der Konflikt sei „selbstverständlich durch einen verurteilenden & völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands“ ausgelöst worden, schrieb sie. Doch wie sie „mehrfach gesagt“ habe, es sei „irre & gefährlich zu glauben, dass dieser durch Waffenlieferungen & Wirtschaftskrieg“ beizulegen wäre.

Die frühere Bundestagsfraktionschefin Wagenknecht hatte wiederholt das Vorgehen Russlands gegen die Ukraine relativiert und dem Westen eine Mitschuld vorgeworfen. (dpa/afp)

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