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Nord-Stream-Lecks: Trump will mit Putin verhandeln - und warnt vor Weltkrieg

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Von: Tim Vincent Dicke

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„Die ganze Welt steht auf dem Spiel“, warnt Trump mit Blick auf die Lecks an den Nord-Stream-Pipelines. Der frühere US-Präsident fordert einen Deal mit Putin.

Washington D.C. – Nach den mutmaßlichen Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines hat sich Donald Trump zu Wort gemeldet. Der frühere US-Präsident kann sich eigenen Angaben zufolge vorstellen, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verhandeln. Der Kreml steht im Verdacht, die Gasleitungen sabotiert zu haben.

Die vermutete Sabotage könnte dramatische Folgen nach sich ziehen, mahnte Donald Trump an. „Dies könnte zu einer großen Eskalation oder zu einem Krieg führen“, schrieb der Republikaner auf seiner eigenen Plattform Truth Social. Mit „großer Eskalation“ meint Trump wohl die Gefahr eines Weltkriegs, da die Pipeline ein deutsch-russisches Projekt und die Bundesrepublik Teil der Nato ist.

Nach Nord-Stream-Lecks will Trump jetzt mit Putin verhandeln

Joe Biden und dessen US-Administration sollten nun „kühl, ruhig und trocken“ bleiben, riet Trump seinem Nachfolger und fügte hinzu: „Die Katastrophe zwischen Russland und der Ukraine hätte NIEMALS passieren dürfen, und sie wäre definitiv nicht passiert, wenn ich Präsident wäre.“

Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam.
Donald Trump will mit Kreml-Machthaber Wladimir Putin einen Deal aushandeln. (Archivbild) © Mikhail Klimentyev/dpa

Nord-Stream-Lecks: Trump will Deal mit Putin machen

Donald Trump, der sich gerne als „Dealmaker“ rühmt, hat auch gleich einen Vorschlag parat, wie die Situation zwischen Russland und dem Westen entspannt werden könnte. Die Lösung: natürlich Trump selbst. „Verschlimmern Sie die Situation nicht durch die Pipeline-Explosion. Seien Sie strategisch, seien Sie klug (brillant!), bringen Sie JETZT einen Deal zustande. Beide Seiten brauchen und wollen es“, schrieb der Politiker. „Die ganze Welt steht auf dem Spiel.“ Dann tönte der Republikaner – halb als Frage, halb als Feststellung gemeint: „Ich werde die Gruppe leiten???“

Der 76-Jährige lobt sich stets für sein angeblich hervorragendes Verhältnis zu Autokraten. Egal ob mit Kreml-Chef Wladimir Putin, Chinas Präsident Xi Jinping oder dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un. Mit all diesen Politikern will sich Trump gut verstanden haben.

Als Putin unmittelbar vor Beginn des Ukraine-Kriegs ankündigte, die Separatistengebiete Luhansk und Donezk in der Ostukraine anzuerkennen und Soldaten in die Region zu entsenden, bezeichnete Trump den russischen Präsidenten als „smart“ und „ausgebufft“. „Ich habe gesagt: ‚Das ist genial.‘ Putin erklärt einen großen Teil der Ukraine für unabhängig. Oh, das ist wunderbar“, so der ehemalige Bewohner des Weißen Hauses.

Steckt Russland hinter Nord-Stream-Sabotage?

Derzeit ist noch unklar, wer die Gaslecks an den Nord-Stream-Pipelines verursacht hat – jedoch gehen die meisten Fachleute von einer russischen Aktion aus. Britische Sicherheitskreise geben Russland die Schuld an dem mutmaßlichen Sabotageangriff. Ein Anschlag sei „wahrscheinlich vorsätzlich und geplant“ mit einem Sprengsatz durchgeführt worden, der Wochen vor der Detonation ins Meer geworfen wurde.

Moskau dagegen schiebt die Verantwortung in Richtung der USA. So hat das russische Außenministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA Novosti am Donnerstagmorgen (29. September) eine kurze Erklärung abgegeben, in der es heißt, dass sich der „Vorfall in einer vom US-amerikanischen Geheimdienst kontrollierten Zone ereignet hat“. (tvd)

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