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Russlands Raumfahrt-Chef droht Elon Musk wegen Satelliten-Netz für Ukraine

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Von: Lukas Zigo

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Roskosmos-Chef Dimitri Rogosin wirft Elon Musk die militärische Unterstützung der Ukraine durch sein Unternehmen Starlink vor.

Austin/Moskau – Der Chef der russischen Raumfahrt-Behörde Roskosmos, Dimitri Rogosin, hat Tech-Milliardär Elon Musk mit Konsequenzen für die Versorgung der Ukraine mit Satelliten-Internet gedroht. Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX stellte dem von Russland angegriffenen Land Anlagen zur Nutzung ihres Starklink-Satellitennetzwerks zur Verfügung.

Dieses Satellitennetzwerk ermöglicht es der Ukraine, schnelles Internet aus dem All zu beziehen. Dies ist für ukrainische Truppen besonders dann von Vorteil, wenn Mobilfunk und lokale Internetzugänge ausfallen.

Ukraine-Krieg: Rogosin wirft Elon Musk „Versorgung faschistischer Kräfte“ vor

Dementsprechend sei Musk laut Rogosin „an der Versorgung faschistischer Kräfte in der Ukraine mit Mitteln militärischer Kommunikation“ beteiligt gewesen, wie Rogosin am Sonntag (09. Mai 2022) beim Chatdienst Telegram schrieb. Dafür werde sich dieser „wie ein Erwachsener“ verantworten müssen.

Elon Musk
SpaceX-Chef und Gründer Elon Musk spricht nach dem erfolgreichen Start der Großrakete „Falcon Heavy“ des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX während einer Pressekonferenz. © John Raoux/dpa

Musk reagierte in der Nacht zum Montag mit einem Scherz bei Twitter: „Wenn ich unter geheimnisvollen Umständen sterben sollte – war schön, euch gekannt zu haben.“ Der Tesla-Gründer und SpaceX-Chef hat vor kurzem den Kurznachrichtendienst Twitter für 44 Milliarden US-Dollar übernommen.

Ukraine-Krieg: Roskosmos Chef Rogosin ist großer Kriegsunterstützer

Den russischen Angriff auf die Ukraine unterstützt der Roskosmos-Chef Rogosin. Er spricht unter anderem davon, dass es im Ukraine-Krieg um das Überleben Russlands gehe.

So schrieb er ebenfalls am Sonntag bei Telegram, dass Russland die Nato-Länder in einem Atomkrieg binnen einer halben Stunde vernichten könne – „aber wir dürfen ihn nicht zulassen, weil die Folgen eines nuklearen Schlagabtauschs sich auf den Zustand unserer Erde auswirken würden“.

Elon Musk gegen Dimitri Rogosin geht in die zweite Runde

Rogosin hatte in der Vergangenheit bereits ein kurzes  Tête-à-Tête mit Musk. Nachdem US-Sanktionen 2014 die russische Raumfahrtindustrie getroffen hatten, schrieb Rogosin auf Twitter: „Nachdem wir die Sanktionen gegen unsere Raumfahrtindustrie analysiert haben, schlage ich den USA vor, ihre Astronauten mit einem Trampolin zur Internationalen Raumstation zu bringen.“ Nach dem Ende des Spaceshuttles 2011 waren die USA vollständig auf Russland und seine Raketen angewiesen, um Astronauten zu ISS zu bringen.

Deutscher Astronaut Maurer auf der Erde gelandet
ESA-Astronaut Matthais Maurer (l-r) und die NASA-Astronauten Tom Marshburn, Raja Chari und Kayla Barron sitzen im Inneren des SpaceX „Trampolins“ (Crew Dragon Endurance-Raumschiff), kurz nachdem es im Golf von Mexiko vor der Küste von Tampa, Florida, gelandet ist. © Aubrey Gemignani/dpa

Nachdem Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX und die Nasa sechs Jahre später erstmals wieder US-Astronauten ins All befördert hatten, antwortete Musk auf Rogosin Äußerung mit den Worten: „Das Trampolin funktioniert.“ (lz/dpa)

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