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Syrische Rebellen im Kampf um Idlib (Archivbild).

Syrien

Russland wirft Aufständischen Chlorgas-Angriff vor

Laut dem russischen Verteidigungsministerium bereiten die Aufständischen in der syrischen Rebellenhochburg Idlib einen Angriff mit Chlorgas vor.

Russland hat syrischen Aufständischen vorgeworfen, einen Chlorgas-Angriff in der Provinz Idlib vorzubereiten. Nach dem Angriff würden die USA, Großbritannien und Frankreich syrische Regierungstruppen verantwortlich machen und diese daraufhin aus der Luft angreifen, prognostizierte das russische Verteidigungsministerium in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. Moskau unterstützt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad in dem Konflikt militärisch.

Die Streitkräfte von Washington, Paris und London hatten im April Ziele in Syrien bombardiert, nachdem Assad der Einsatz von Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung in der Stadt Duma vorgeworfen worden war. Russland sowie die syrische Führung weisen die Anschuldigungen grundsätzlich zurück.

Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums erklärte nun, eine Rebellengruppe bereite den Chemiewaffeneinsatz mit Unterstützung des britischen Geheimdienstes vor. Die Rebellen hätten zu dem Zweck acht Chlorgas-Tanks in den Ort Dschisr al-Schughur gebracht. Zudem seien auf Giftsubstanzen spezialisierte Mitarbeiter einer britischen Militärfirma in die Stadt gekommen.

Vor wenigen Tagen hatten die USA, Frankreich und Großbritannien Assad eindringlich vor dem Einsatz von Chemiewaffen in Idlib gewarnt. US-Sicherheitsberater John Bolton bekräftigte ebenfalls, die USA würden bei einem derartigen Angriff „sehr stark antworten“.

Idlib ist die letzte noch von Aufständischen kontrollierte Provinz in Syrien. Assad hat Truppen am Rande der letzten Rebellenhochburg zusammengezogen, die vor allem von islamistischen Gruppen kontrolliert wird. (afp)

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