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Russland und Ukraine wollen nächste Woche Vertrag unterzeichnen

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Von: Erkan Pehlivan

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Nach dem Treffen in Istanbul zeigten sich Russland und die Ukraine optimistisch. Schon nächste Woche könnte eine Vereinbarung für einen Getreide-Korridor unterschrieben werden.

Istanbul - Am Mittwoch waren Vertreter von Russland, der Ukraine sowie der Vereinten Nationen in Istanbul zusammengekommen um über eine Wiederaufnahme der Getreidelieferungen zu beraten. Die Seiten einigten sich darauf, kommende Woche die Beratungen in der Türkei fortzusetzen, erklärte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar.

Türkei: Koordinierungszentrum für Getreidelieferungen

In Istanbul soll dazu jetzt ein Koordinationszentrum gegründet werden, in dem die Häfen, von denen die Lieferungen starten sollen, bewacht werden, sagte der türkische Verteidigungsminister. „Bei den Verhandlungen nächste Woche werden alle Details nochmals überprüft und die Ergebnisse vertraglich festgehalten“, so Akar.

Istanbul: Russland, Ukraine, Türkei und UN beraten über einen Getreide-Korridor
Russland, Ukraine, Türkei und UN beraten über einen Getreide-Korridor © Imago/SNA

Türkei: Minen bleiben größte Gefahr für Frachtschiffe

Die größte Gefahr für Frachtschiffe sind derzeit Minen. Deswegen sollen die mit Getreide befüllten Schiffe zunächst durch gefährliche Gewässer gelotst werden. Die Beseitigung der Minen im Schwarzen Meer würde noch Monate anhalten, schätzen Experten. Russland befürchtet zudem, dass ukrainische Schiffe, die Getreide exportieren sollen, auf dem Rückweg mit Waffen zurückkehren könnten. Deswegen will die russische Seite diese Schiffe bei ihrer Rückkehr kontrollieren. Die russische Botschaft in der Türkei hatte gestern mitgeteilt, dass ihre Delegation ein Paket vorgelegt habe, um das Problem schnellstmöglich zu lösen. Details wurde aber nicht genannt.

Selenskyj mahnt zum Erfolg der Verhandlungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte im Anschluss deutlich, dass es für die gesamte wichtig sei, dass diese Gespräche erfolgreich enden. Wenn die Gefahren für Frachtschiffe im Schwarzen Meer beseitigt werden, würde es die globale Lebensmittelkrise lindern, so Selenskyj. Das ukrainische Staatsoberhaupt bedankte sich zudem bei den Vereinten Nationen und der Türkei.

Derzeit sind die Getreidepreise auf den Weltmärkten wieder gefallen. Inzwischen liegen die Preise für Weizen fast auf dem selben Niveau wie vor dem Ukraine-Krieg. Mit dem Beginn des Krieges waren Ängste da, dass die alte und neue Ernte aus der Ukraine wegen der blockierten Schwarzmeerhäfen nicht mehr exportiert werden könne. (Erkan Pehlivan)

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