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Russland: Putin zieht Einheiten aus Syrien ab – Israel reagiert

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Von: Moritz Serif

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In Syrien unterstützt Russland das Assad-Regime. Wladimir Putin verlagert nun einige Einheiten. Das wirkt sich auch auf Nachbarland Israel aus.

Moskau – Russland hat laut Beamten militärische Ausrüstung und Truppen aus Syrien abgezogen. Russland, das seit 2015 eine dominante militärische Kraft in Syrien ist und dazu beiträgt, das syrische Regime an der Macht zu halten, ist dort immer noch stark präsent. Darüber berichtete unter anderem die New York Times.

Zwei der Beamten sprachen von zwei Bataillonen oder zwischen 1.200 und 1.600 Soldatinnen und Soldaten. Die Zahl könnte aber durchaus noch weitaus höher liegen. Sie waren sich jedoch alle einig, dass die Zahl der Kampftruppen reduziert wurde. Der israelische Beamte sagte auch, dass mehrere russische Kommandeure von Syrien in die Ukraine verlegt worden seien, während die Militärführung in Moskau weniger in das tägliche Management der Operationen in Syrien involviert sei, einschließlich der militärischen Koordination mit Israel.

Russland: Wladimir Putin steht in Syrien an der Seite Bashar al-Assad

Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 ist der syrische Präsident Bashar al-Assad auf militärische Unterstützung angewiesen. Diese erhält er vor allem aus dem Iran und vom russischen Präsidenten Wladimir Putin. Russland ist seit den 1970er Jahren militärisch in Syrien präsent, aber Putin hat diese Präsenz 2015 mit mehreren Tausend russischen Truppen und Flugzeugen erheblich verstärkt, wodurch sich das Blatt im syrischen Krieg zugunsten Assads wendete.

Soldaten aus Russland und Syrien bei einer gemeinsamen Übung in Tartus.
Soldaten aus Russland und Syrien bei einer gemeinsamen Übung in Tartus. © afp

Irans wachsende militärische Unterstützung für Russland und die zunehmenden russischen Angriffe auf ukrainische Zivilisten haben in den vergangenen Tagen in Israel bereits eine Debatte darüber ausgelöst, ob Israel der Ukraine Waffen liefern sollte. Israel stellt mehrere Luftabwehrsysteme her, die der Ukraine beim Abschuss von Raketen und Drohnen nützlich sein könnten, darunter die Kurzstreckenrakete Iron Dome, die Israel gegen Raketen aus dem Gazastreifen einsetzt, und die Langstreckenrakete Barak 8.

Iran unterstützt Russland - Israel in Gesprächen mit Ukraine

Ein israelischer Kabinettsminister, Nachman Shai, sagte diese Woche in den sozialen Medien, dass die militärische Unterstützung Irans für Russland „jeden Zweifel daran beseitigt, wo Israel in diesem blutigen Konflikt stehen sollte“. Es ist an der Zeit, dass auch die Ukraine militärische Hilfe erhält, so wie es die USA und die NATO-Länder tun.“

Aber Shai spricht nicht für die israelische Regierung. Am Mittwoch (19. Oktober) betonte der Staat, dass es Kiew zwar Frühwarnsysteme zur Verfügung stellen könne, um die ukrainische Zivilbevölkerung vor ankommenden Angriffen zu warnen, Israel aber keine Waffen nach Kiew schicken werde.

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz bei einer Veranstaltung.
Israels Verteidigungsminister Benny Gantz. © Dimitrios Karvountzis via IMAGO

Ukraine wird keine Waffen von Israel bekommen

In einer Erklärung sagte der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz: „Israel unterstützt und steht an der Seite der Ukraine, der Nato und des Westens - das ist etwas, was wir in der Vergangenheit gesagt haben und heute wiederholen.“ „Ich möchte betonen, dass Israel aus verschiedenen operativen Gründen keine Waffensysteme an die Ukraine liefern wird“, fügte er hinzu. (mse)

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