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Russland: Weltweite Hungersnot wird Westen in die Knie zwingen

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Von: Marvin Ziegele

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Der Mangel an Getreideexporten verschärft die Nahrungsmittelsituation weltweit. Russland beschreibt einen fragwürdigen Ausweg. 

Moskau – Russland scheint eigene Vorstellungen davon zu haben, wie die Sanktionen des Westens gegen das eigene Land aufgehoben werden sollen. Konkret sprach eine Moderatorin des russischen Staatsfernsehens davon, dass der Welt eine „Hungersnot“ drohe und der Westen dadurch zum Handeln gezwungen sei.

Margarita Simonyan, Chefredakteurin des staatlich kontrollierten russischen Fernsehsenders RT, äußerte sich auf dem diesjährigen Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg, berichtet das Nachrichtenportal Independent.

Ukraine-News: Russland hofft auf „Hungersnot“

Dort äußerte sie die moralisch fragwürdigen Worte: „Unsere ganze Hoffnung liegt auf der Hungersnot.“ Diese Hungersnot würde „jetzt beginnen“ und „die Sanktionen aufheben.“ Der Westen würde schlussendlich erkennen, dass es „notwendig“ sei, wirtschaftliche Schäden von Russland abzuwenden.

Margarita Simonyan, Chefredakteurin des staatlich kontrollierten russischen Fernsehsenders RT.
Margarita Simonyan, Chefredakteurin des staatlich kontrollierten russischen Fernsehsenders RT. © imago-images

Als Reaktion auf Russlands Überfall auf die Ukraine, der am 24. Februar begann, verhängten die westlichen Staaten schwere Sanktionen gegen Russland. So haben die USA beispielsweise alle Importe von russischem Öl und Gas verboten, während Großbritannien die Einfuhr von russischem Öl bis Ende des Jahres einstellt. Deutschland hat die Pläne für die Eröffnung der russischen Gaspipeline Nord Stream 2 gestoppt, und die Europäische Union hat sich verpflichtet, die Einfuhr von Kohle aus Russland bis August einzustellen.

Russland blockiert Häfen in der Ukraine: Nahrungsmittellage spitzt sich zu

Russland blockiert im Ukraine-Krieg derweil ukrainische Häfen und verschärft damit die weltweite Nahrungsmittelkrise. Nach Angaben der Vereinten Nationen wird die Nahrungsmittelkrise durch den Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden Mangel an Getreideexporten, auf das Niveau einer Hungersnot getrieben. (marv)

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