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Hinrichtungen, Folter, sexuelle Gewalt: Russland verstößt massenhaft gegen Völkerrecht

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Von: Nail Akkoyun

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Ein junger russischer Soldat im Ukraine-Krieg. (Archivfoto)
Ein junger russischer Soldat im Ukraine-Krieg. (Archivfoto) © Alexey Maishev/Imago

Einem neuen Bericht zufolge kommt es im Ukraine-Krieg massenhaft zu schweren Verstößen gegen das Völkerrecht – hauptsächlich auf russischer Seite.

Warschau/Kiew – Internationale Expert:innen haben schwerwiegende und massenhafte Verstöße der russischen Truppen gegen das humanitäre Völkerrecht seit Beginn des Ukraine-Kriegs dokumentiert. Das in Warschau ansässige Wahl- und Menschenrechts-Büro ODIHR der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stellte einen Bericht vor, der die Anschuldigungen untermauert.

Besonders gravierende Fälle seien der Beschuss des Theaters voller Geflüchtete in Mariupol Mitte März und des belebten Bahnhofs von Kramatorsk Anfang April. Zudem zeigte sich die ODIHR entsetzt über das Verhalten der russischen Streitkräfte in den belagerten Städten. Das Vorgehen Russlands verstoße gegen jeden Grundsatz von Verhältnismäßigkeit und Rücksicht. Zeugen hätten von vielen Fällen illegaler Hinrichtungen, Inhaftierungen, Folter, sexueller Gewalt und Entführungen berichtet.

Bericht über den Krieg: ODIHR kritisiert neben Russland auch die ukrainische Armee

Doch auch an der Ukraine übte die Organisation Kritik: Die ukrainischen Truppen hätten ebenfalls gegen humanitäres Völkerrecht verstoßen – wenn auch in geringerem Maße, heißt es in dem Bericht. Genannt wurde unter anderem Gewalt gegen mutmaßliche Plünder:innen sowie der inakzeptable Umgang mit Kriegsgefangenen.

Das 53-seitige Dokument wurde ausdrücklich als Bericht des ODIHR bezeichnet, nicht als Bericht der OSZE. Die größte Sicherheitsorganisation Europas ist durch den Konflikt mit dem wichtigen Mitglied Russland weitgehend gelähmt. (nak/dpa)

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