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Russland sucht mit Stellenanzeigen nach Hilfskräften für die Front im Ukraine-Krieg

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Von: Karolin Schäfer

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Der Kreml versucht immer wieder, Rekruten für den Ukraine-Krieg zu mobilisieren. Nun setzt Russland offenbar auf Stellenanzeigen.

Kiew – Der Ukraine-Krieg zerrt nicht nur an Russlands militärischer Ausrüstung, auch die Streitkräfte gehen dem Kreml allmählich aus. Mit unterschiedlichen Methoden versucht der russische Präsident Wladimir Putin immer wieder neue Rekruten zu mobilisieren. Nachdem Putins Teilmobilisierung nicht nach Plan verlaufen war, gibt es nun wohl eine neue Form, Hilfskräfte für die Front in der Ukraine zu gewinnen.

Russland versucht offenbar – angesichts der bevorstehenden Wintermonate – über Anzeigen auf Stellenportalen und sozialen Medien Hilfskräfte zum Ausheben von Schützengräben und anderen Verteidigungsanlagen zu finden, berichtete Newsweek. Russischen Medien zufolge werden die helfenden Hände in den Regionen Saporischschja, Luhansk und Belgorod gebraucht.

Ukrainische Soldaten heben Schützengräben in der Oblast Donezk aus. (Archivbild)
Ukrainische Soldaten heben Schützengräben in der Oblast Donezk aus. (Archivbild) © imago

News zum Ukraine-Krieg: Russland sucht Hilfskräfte für die Front

Die Hilfskräfte würden zur Verstärkung von Gräben und Schächten benötigt, zitierte der russischen Medienkanal Mozhem Objasniti eine Stellenausschreibung auf Telegram. In einer anderen Beschreibung hieß es, dass man Unterstützung beim Beton gießen und der Verstärkung von Anlagen brauche. Unabhängig prüfen lässt sich das vorerst nicht.

Die Stellenanzeigen tauchen auf, kurz nachdem die Ukraine die Rolle der Wintermonate bei der laufenden Gegenoffensive thematisiert hatte. „Wenn der Boden fester wird, bin ich überzeugt, dass wir unsere Gegenangriffe und die Kampagne zur Befreiung unserer Gebiete fortsetzen werden“, kündigte Verteidigungsminister Oleksij Resnikow an.

Russland versucht, den Ukraine-Krieg „einzufrieren“

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vermutet, dass eine größere Offensive Russlands erst im Frühjahr starten könnte. Russland versuche, den Krieg zumindest für eine kurze Zeit einzufrieren, sagte Stoltenberg Anfang Dezember bei einer Veranstaltung der Financial Times. Der Norweger betonte jedoch, dass weitere Entwicklungen im Ukraine-Krieg nur schwer vorausgesagt werden können.

Währenddessen werfen Berichte ein desolates Bild auf die russischen Truppen und zeigen die niedrige Kampfmoral der Soldaten. Mangelnde Ausrüstung und fehlende Ausbildung könnten vor allem im bevorstehenden Winter zum Problem werden. (kas)

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