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Ukraine-Konflikt: Donald Trump nimmt Putin in Schutz und gibt Biden die Schuld

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Von: Sandra Kathe

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Trump verweist im Interview über Ukraine-Angriff auf seine gute Beziehung zu Russlands Präsident Putin und sieht die Schuld an der Eskalation bei Biden.
Trump verweist im Interview über Ukraine-Angriff auf seine gute Beziehung zu Russlands Präsident Putin und sieht die Schuld an der Eskalation bei Biden. (Symbolbild) © Kirill Kudryavtsev/AFP

In einem Interview betont Trump, dass es unter ihm als US-Präsident keine Eskalation in der Ukraine gegeben hätte. Schuld an allem sei die „manipulierte Wahl“.

Washington - In einem Telefoninterview mit dem US-Nachrichtensender Fox News hat sich der abgewählte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch (23.02.2022) zu den Entwicklungen in der Ukraine geäußert und dabei vor allem über sich selbst gesprochen. So lobte Trump mehrfach im Gespräch seine guten Beziehungen zu den Staatschefs von Russland und China und betonte seine Überzeugung, dass er selbst im Amt des US-Präsidenten die aktuellen Entwicklungen verhindert hätte.

Während er während seiner Präsidentschaft Wladimir Putin und Xi Jinping „außeinander gehalten“ habe, hätten die US-Regierungen seines Vorgängers Barack Obama sowie seines Nachfolgers Joe Biden Russland und China „zusammengeführt“ und die aktuellen Entwicklungen damit selbst verschuldet.

Trump zu Angriff durch Russland: „Manipulierte“ Wahl ist Basis von allem

Als Anlass für den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine sieht Trump „die Schwäche, die Inkompetenz und die Dummheit“ der Regierung von Joe Biden und verweist neben der „gestohlenen Wahl“ auch auf den von Trump abgeordneten Abzug aus Afghanistan. „Ich glaube, dass er das am Anfang gar nicht wollte“, sagte Trump zum Angriffsbefehl Putins: „Ich denke er wollte etwas machen und darüber verhandeln und dann wurde es schlimmer und schlimmer“.

Erst als Putin die „Schwäche“ der Biden-Regierung beim Afghanistan-Abzug bemerkt hätte, interpretiert Trump, sei die Entscheidung für einen Angriff wohl gefallen. Als Grundlage von allem wertet Trump die „manipulierte Wahl“ in den USA: „Das wäre niemals passiert, und dazu zählt auch die Inflation und dazu zählen auch Millionen Menschen, die hier Monat für Monat reinströmen“.

Konflikt mit Russland: Trump pocht auf gute Beziehung mit Putin

Auf die Frage von Fox-News-Moderatorin Laura Ingraham, die das Interview führte, welche Lösung es nun in der Krise noch gebe, gab Trump keine Antwort und verwies immer wieder auf seinen eigenen Einfluss als US-Präsident: „Einige Leute haben gesagt: ‚Warum ist das in den letzten vier Jahren nicht passiert?‘“. Dafür gebe es sehr gute Gründe, die er Ingram „später einmal“ erklären könne.

Auch auf die Rolle Deutschlands verwies Trump indirekt als er auf seine gute Beziehung zu Putin zu sprechen kam. „Ich bin mit ihm fantastisch klar gekommen, obwohl ich Nord Stream 2 verhindert habe. Von Nord Stream 2 hätte niemand je etwas mitbekommen, wenn ich nicht gewesen wäre. Ich bin derjenige, der es abgestellt hat. Und ich bin derjenige der zu Angela gesagt hat ‚Du machst eine schreckliche Sache, wenn du das machst‘“.

Nord Stream 2: Trump will Merkel Kapitulation vor Russland vorgeworfen haben

Trump behauptete weiter, die Regierung unter Angela Merkel habe geplant, 75 Prozent der gesamten Energie über Nord Stream 2 zu beziehen. Daraufhin habe Trump Merkel eine weiße Flagge geschickt und auf ihre Nachfrage, was das bedeute, erklärt, die Flagge stehe für eine deutsche Kapitulation vor Russland. (ska)

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