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Ukraine beschießt Wagner-Hauptquartier in Luhansk: Zahlreiche Söldner getötet

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Von: Sebastian Richter

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Im Osten der Ukraine wird ein Hotel mit HIMARS-Raketen beschossen. Laut dem Gouverneur der Region handelt es sich um das Hauptquartier der Wagner-Söldner.

Kiew – Bei einem Angriff auf ein Hotel der ukrainischen Streitkräfte wurde eine „große Zahl“ russischer Wagner-Söldner getötet. Der Beschuss richtete sich auf das Hauptquartier der Söldner im russisch besetzten Luhansk, wie der Gouverneur der Region, Serhij Haidai, in einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehen am Sonntag berichtete.

„Sie hatten dort, wo sich das Wagner-Hauptquartier befand, einen kleinen Knall“, sagte der im Exil lebende Haidai laut Al Jazeera. Eine große Zahl der dort lebenden Söldner starb laut Haidai nach dem Angriff auf das Hotel in der Stadt Kadiwka. Vom Verteidigungsministerium der Ukraine wurde die Nachricht bisher nicht bestätigt.

Ein Söldner der berüchtigten Wagner-Gruppe. (Archivbild)
Ein Söldner der berüchtigten Wagner-Gruppe. (Archivbild) © IMAGO/Viktor Antonyuk

Ukraine-News: Wagner-Hauptquartier unter Beschuss

Gleichzeitig wurden in den Sozialen Medien Bilder der Trümmer eines Hotels gezeigt, bei dem es sich um das Hauptquartier der Wagner-Söldner handeln soll. Ukrainische Medien zitieren lokale Beamte, dass das Hotel seit einiger Zeit geschlossen sei. Die Russische Nachrichtenagentur TASS berichtet derweil auf Telegramm, dass ein Hotel in Kadiwka durch einen ukrainischen HIMARS-Raketenangriff zerstört wurde, so Aljazeera.

Genaue Opferzahlen werden von keiner Seite genannt. Haidai erklärte, dass auch die überlebenden Söldner nicht ausreichend versorgt werden können. „Ich bin sicher, dass mindestens 50 Prozent der Überlebenden sterben werden, bevor sie medizinisch versorgt werden können“, sagte er. „Das liegt daran, dass sie sogar in unserer Region Luhansk die Ausrüstung gestohlen haben.“

Kadiwka liegt etwa 50 Kilometer von der Frontstadt Bachmut entfernt. Seit Monaten versuchen die oft aus Gefängnissen rekrutierten Elite-Kämpfer Wladimir Putins die im Ukraine-Krieg logistisch und strategisch relevante Stadt einzunehmen – bisher mit mäßigem Erfolg. Die Stadt liegt durch den Dauerbeschuss der letzten Wochen in Schutt und Asche. (spr)

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