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Ukrainische Soldaten sind immer noch im Donbass stationiert.
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Ukrainische Soldaten sind immer noch im Donbass stationiert.

„Harte Signale an Putin“ gefordert

Ukraine: Russland sendet Truppen an die Grenze - Angst vor Invasion wächst stetig

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Der Westen ist seit Kurzem wieder in Alarmbereitschaft. Was plant Russland in Bezug auf die Ukraine?

Berlin/Kiew - Die russischen Truppenbewegungen in der Nähe der russisch-ukrainischen Grenze bereiten dem ukrainischen Botschafter in Berlin Unbehagen. Der hat nun vor dem wachsenden Risiko einer Invasion durch Russland gewarnt. „Noch nie seit 2014, als die Russen die Krim und Teile der Ostukraine mit Waffengewalt besetzt haben, war die Gefahr eines neuen, groß angelegten Einmarsches akuter als dieser Tage“, sagte Andrij Melnyk den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgabe). Auch Berlin sollte „diese Bedrohung viel ernster nehmen“, mahnte er.

Seit Tagen wollen die ukrainischen und westlichen Nachrichtendienste eine massive Verstärkung der russischen Truppenkonzentration beobachtet haben, bekräftigte Melnyk. Er sprach von 114.000 russischen Soldaten, die „vor der Ostgrenze der Ukraine und im besetzten Donbass“ stünden. Auf der annektierten Halbinsel Krim seien „rund 32.000 Kräfte stationiert, auch in Belarus sind es wohl mehrere Tausend“, sagte er weiter.

Konflikt zwischen Russland und der Ukraine: Russisches Manöver im Herbst 2021

Es sei beunruhigend, so der ukrainische Botschafter, dass das russische Militär nach den letzten großen Manövern im April und im Herbst 2021 schwere Waffen zurückgelassen habe. Darüber hinaus könnten „zusätzliche Truppen innerhalb weniger Tage für einen Angriff zurückbeordert werden“. „Bei uns herrscht Alarmstufe dreimal Rot“, sagte er.

Im Namen seiner ukrainischen Regierung appellierte Melnyk an die Spitzen der Ampel-Parteien bestehend aus SPD, Grüne und FDP, „harte Signale“ an den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu senden. Er dürfe mit seiner „Destabilisierungstaktik und seinen Erpressungsversuchen - seien es Gaslieferungen, Migranten oder Truppenverlegungen“ keinen Erfolg haben.

Russland und Ukraine: Ampel-Koalition soll Druck auf Putin ausüben

So müsse das Koalitionsabkommen der Ampel „viel schärfere Sanktionsforderungen“ wie etwa ein Embargo von russischen Öl- und Gasimporten beinhalten, forderte der ukrainische Botschafter weiter. Auch die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 „als Hauptwaffe des Kreml“ sollte „für immer gestoppt“ werden: „Das würde Putin zum Nachdenken bringen“. (ktho/afp)

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