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Russland startet Militärmanöver mit 50.000 Soldaten: Diese Staaten beteiligen sich

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Von: Moritz Serif

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Russland startet ein mehrtägiges Militärmanöver. Ausgerechnet China und Indien, die den Ukraine-Krieg noch nicht verurteilt haben, sind mit dabei.

Moskau - Seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges ist Russland vom Westen nahezu isoliert. Nun möchte der Kreml den Schulterschluss mit anderen Ländern demonstrieren. Präsident Wladimir Putins Land hat ein groß angelegtes Militärmanöver mit mehr als 50.000 Soldatinnen und Soldaten gestartet. Zuletzt gab es Meldungen darüber, dass die Moral russischer Truppen schlecht sei.

Vor allem die ukrainischen Himars-Raketenwerfer hätten Auswirkungen auf die Kampfbereitschaft der Streitkräfte. In der Region Cherson sei die Moral „miserabel“. Dort startet die Ukraine aktuell eine Gegenoffensive und möchte Gebiete wiedereinnehmen. Außerdem soll es dem Kreml schwerfallen, neue Soldatinnen und Soldaten für die Armee zu rekrutieren.

Russland startet Militärmanöver: China und Indien beteiligen sich

Somit hat das Manöver auch symbolische Wirkung. Die fast einwöchige Übung wird im Osten abgehalten und ist damit Tausende Kilometer von den Kämpfen entfernt. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums beteiligen sich daran auch Länder wie China, Indien und die Mongolei sowie mehrere Ex-Sowjetrepubliken, allen voran Belarus. Laut Moscow Times nehmen Laos, Mongolei, Nicaragua, Algerien und Syrien ebenfalls am Manöver teil. Russland nabelt sich weiter vom Westen ab.

Russland startet die Militärübung „Wostok 2022“ mit mehr als 50 000 Soldaten. Auch China und Indien nehmen an der Übung teil.
Wladimir Putin beobachtet das Militärmanöver mit Soldaten aus China und Indien 2019 (Archivfoto). © Alexei Nikolsky/picture alliance/dpa

Bei der Übung „Wostok 2022“ („Osten 2022“) sollen nach Angaben aus Moskau 5000 Militärfahrzeuge zum Einsatz kommen sowie 140 Flugzeuge und 60 Kriegsschiffe und andere Boote. Das Manöver soll auf Truppenübungsplätzen in Ostsibirien und im Fernen Osten sowie im Japanischen Meer stattfinden.

Teilnahme von China und Indien an Militärmanöver sorgt für Aufmerksamkeit

Insbesondere die Teilnahme Chinas und Indiens an dem Manöver sorgte im Westen für Aufmerksamkeit. Die Beziehungen der beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt und Atommächte sind seit einem militärischen Zwischenfall an der gemeinsamen Grenze im Himalaya mit mehreren Toten vor zwei Jahren angespannt.

Indien hatte sich im Ukraine-Konflikt bislang stets für neutral erklärt und teilte mit, dass es gute Beziehungen zu westlichen Staaten und Russland habe. So stammt die meiste Militärausrüstung Indiens aus Russland, zudem ist Indien Teil der indopazifischen Sicherheitsallianz Quad mit den USA, Japan und Australien. Bislang haben Indien und China Russlands Angriffskrieg nicht verurteilt. (mse/dpa)

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