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Kein Brennstoff mehr: Menschen in russischer Region drohen zu erfrieren

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Von: Karolin Schäfer

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In einer der kältesten russischen Region geht die Kohle aus. Der Vorrat reicht nur noch für wenige Tage. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln.

Moskau – Angesichts des Ukraine-Krieges wurden in Deutschland Strom, Gas und Benzin um ein Vielfaches teurer. Die Sorge, im Winter die Energiekosten nicht zahlen mehr können, wächst. In Russland scheint sich die Lage noch einmal mehr zuzuspitzen.

In der russischen Region Altai drohen die Menschen zu erfrieren. Ihnen geht offenbar der Brennstoff aus. „Während russische Propagandisten über das ‚frierende Europa‘ spotten, stehen die Russen tatsächlich am Rande des Gefrierpunkts“, twitterte Anton Gerashchenko, Berater des ukrainischen Innenministeriums, am Mittwoch (28. Dezember).

Ein Fischer auf dem Baikalsee in Sibirien. Der sibirischen Stadt Kamen am Ob in Russland geht der Brennstoff aus. (Archivbild)
Ein Fischer auf dem Baikalsee in Sibirien. Der sibirischen Stadt Kamen am Ob in Russland geht der Brennstoff aus. (Archivbild) © imago

Kohlemangel in Russland: Brennstoff reicht nur noch für wenige Tage

Die Stadt Kamen am Ob in der Region Altai in Westsibirien habe nur noch Brennstoff für wenige Tage. „Die Temperatur beträgt dort derzeit etwa -11 Grad Celsius“, so Gerashchenko. Der Berater teilte dazu ein Video eines russischen Nachrichtensenders vom 21. Dezember mit englischsprachiger Übersetzung.

Aufgrund der Knappheit sei Alarmstufe ausgerufen worden. Diese erleichtere es den Behörden, Kohle einzukaufen. Daraufhin seien 3000 Tonnen Kohle gekauft worden, hieß es in dem Bericht. Diese Menge solle etwa für acht bis zehn Tage reichen – je nach Wetterbedingungen.

Stadt in Russland ohne Brennstoff – Behörde ermittelt Ursache

Ohne Unterstützung der Region könne man die Situation nicht bewältigen, sagte Iwan Panchenko, Leiter der Region, gegenüber dem staatlichen Sender Russia-1. Nun sollen russische Strafverfolgungsbehörden die Ursache des Kohlemangels der Region ermitteln.

Sibirien gilt mit einer durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur von nur fünf Grad als kälteste Region Russlands. Im Winter steigt die Temperatur kaum in den positiven Bereich. Auch die Ukraine wird von eisigen Temperaturen getroffen. Der Winter verlangsamt den Ukraine-Krieg. (kas)

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