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Notfall bei Putin? Bericht heizt Gerüchte über Gesundheitszustand des Kreml-Chefs weiter an

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Von: Sandra Kathe

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Berichten zufolge soll beim Kreml-Chef nach einer Telefonkonferenz ein „medizinischer Notfall“ aufgetreten sein. (Archivbild)
Berichten zufolge soll beim Kreml-Chef nach einer Telefonkonferenz ein „medizinischer Notfall“ aufgetreten sein. (Archivbild) © Mikhail Metzel/AFP

Neben seinen Entscheidungen im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gilt das öffentliche Interesse auch dem Gesundheitszustand von Russlands Machthaber.

Moskau – Seit längerem ranken sich zahlreiche Gerüchte um den Gesundheitszustand von Russlands Präsident Wladimir Putin – nun hat ein mutmaßlicher Kreml-Insider neue Details ausgeplaudert. Auf dem Telegram-Kanal „General SVR“, der von dem anonymen Informanten betrieben wird, heißt es in einer Nachricht vom Freitag (10. Juni), Wladimir Putin hätte „dringende medizinische Hilfe“ in Anspruch genommen. Das berichtet unter anderem Dailymail.

Der Kreml-Insider schildert dazu einen Vorfall nach einer 90-minütigen Videokonferenz mit Vertretern von Russlands Militärführung vergangene Woche. Der russische Machthaber sei nach der Besprechung aufgestanden und hätte über „starke Übelkeit, Schwäche und Schwindelgefühl“ geklagt. Sein Ärzteteam soll ihm daraufhin geraten haben, keine „langwierigen“ öffentlichen Termine wahrzunehmen.

Kreml-Insider berichtet über medizinische Probleme von Machthaber Putin

Nach Informationen des Kreml-Insiders soll dieser Vorfall auch der Grund hinter der Absage von Putins jährlich im Juni stattfindender öffentlichen Fragerunde „Der direkte Draht“ sein, bei der Bürgerinnen und Bürger dem Kreml-Chef vor laufender Kamera Fragen stellen, mithilfe derer Russlands Machthaber die Politik des Kreml dann in der Regel rechtfertigt, sich selbst in Szene setzt und Argumente von Gegnern aushebelt. Die Veranstaltung wurde in diesem Jahr jedoch zuletzt „auf unbestimmte Zeit“ verschoben.

Unabhängig verifizierbar sind die Berichte des anonymen Hinweisgebers auf Telegram nicht, jedoch haben auch einige westliche Geheimdienste und medizinische Fachleute bestätigt, dass es zuletzt vermehrt Indizien gibt, die auf eine mögliche Erkrankung des Kreml-Herrschers hinweisen. Dazu kommt ein Bericht des französischen Boulevardblatts „Paris Match“, in dem es heißt Russlands Geheimdienst würde bei Auslandsbesuchen sogar Putins Hinterlassenschaften aus der Toilette fischen, um feindlichen Geheimdiensten keine DNA-Spuren zu hinterlassen.

Putins Gesundheitszustand ist Tabuthema in Russland

Bereits Anfang des Monats hatte ein russischer Spion der britischen Zeitung The Mirror berichtet, dass Putin unter immer schwerwiegenderen körperlichen Problemen wie Sehstörungen und Zitteranfällen leide und womöglich nur noch „zwei bis drei Jahre zu leben“ habe. In den Gerüchten über eine mögliche Erkrankung Putins ist immer wieder von einer Form von Krebs oder der Nervenkrankheit Parkinson die Rede.

Der einzige Kreml-Vertreter, der sich bislang öffentlich zu dem Tabuthema geäußert hat, das die Gesundheit des russischen Machthabers im Kreml darstellt, ist der russische Außenminister Sergei Lawrow. Der sagte Ende Mai in einem Interview mit dem französischen Sender TF1: „Sie können ihn auf den Bildschirmen beobachten, seine Auftritte lesen und hören. Ich glaube nicht, dass vernünftige Leute in diesem Menschen Anzeichen einer Krankheit oder eines Unwohlseins sehen können.“ (ska)

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