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Putins Nordkorea-Deal: So soll Kim Jong-un jetzt in der Ukraine helfen

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Von: Christina Denk

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Russland hat den Donbass im Angriffskrieg auf die Ukraine stark zerstört. Nun hat Putin offenbar einen Plan für den Wiederaufbau. Verträge mit Nordkorea soll es bereits geben.

Kiew — Russland erkennt die Gebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Volksrepubliken an. Doch im Angriffskrieg auf die Ukraine wurde der Donbass von Russland selbst stark zerstört. Putin scheint nun einen Plan zu haben, die Gebiete günstig wieder aufzubauen — mit der Hilfe Nordkoreas.

Wie die Bild erfahren haben will, wurde bereits ein Vertrag unterzeichnet. Kim Jong-un zeigte bereits zuvor Interesse, Wladimir Putin im Ukraine-Krieg auszuhelfen.

Ukraine-Krieg: Russland soll Verträge mit Nordkorea für den Wiederaufbau haben

Der Plan sieht, nach Informationen der Bild, vor, dass nordkoreanische Bausoldaten den Wiederaufbau im Donbass erledigen. Im Gegenzug soll Kim Jong-un finanzielle Hilfen für Nordkoreas Atomprogramm, mit dem er jüngst den USA drohte, aus Russland bekommen. Demnach sollen schon bald tausende, nordkoreanische Soldaten in Donezk eingesetzt werden, die unter besonderen Bedingungen zur Verteidigung bereit sind, so Bild.

Putin und Kim Jong-un sollen einen Vertrag zum Wiederaufbau des Donbass geschlossen haben. Hier die beiden bei einem Treffen im Jahr 2019 in Nordkorea (Archivbild).
Putin und Kim Jong-un sollen einen Vertrag zum Wiederaufbau des Donbass geschlossen haben. Hier die beiden bei einem Treffen im Jahr 2019 in Nordkorea. (Archivfoto) © Alexander Zemlianichenko/dpa

Bereits Anfang August hatte Nordkorea klargemacht, dass sie bereit sind, Russland aktiv im Krieg zu helfen. Wie die Daily Mail russische Nachrichtenagenturen zitiert, hatte Kim Jong-un Putin sowohl Bauarbeiter zur Reparatur von Kriegsschäden, als auch Soldaten angeboten. Gegen Energie und Getreide wäre er bereit, 100.000 Soldaten anzubieten, so die Berichte. Nordkorea hatte die Unabhängigkeit der Gebiete im Donbass am 13. Juli anerkannt. Das war eine Voraussetzung für den aktuellen Deal zwischen der Volksrepublik und China, so die Bild.

Die Ukraine hatte auf die Ankündigung Chinas im Juli die diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea umgehend abgebrochen. Sollte Nordkorea tatsächlich Arbeitskräfte gegen Atomförderungen in den Donbass entsenden, würde das gegen die Sanktionen des UN-Sicherheitsrats zu Chinas Atomwaffen- und Raketenprogramm verstoßen, berichtet unter anderem der Indian Express.

Ukraine-Krieg: Separatistenführer richtet Botschaft an Kim Jong-un — „bilaterale Zusammenarbeit“

Auch der Anführer der russischen Vertretungskräfte in der ostukrainischen Region Donezk scheint bereit, mit Nordkorea zusammenzuarbeiten. In einer Botschaft an Kim Jong-un beglückwünschte Denis Puschilin am 17. August den Machthaber zur Unabhängigkeit Nordkoreas. Er verglich die Geschichte des Landes mit dem Donbass, das gerade ebenfalls für seine Freiheit kämpfe, so die Nachricht, die die staatliche koreanische Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichte.

Der Separatistenführer äußerte die Hoffnung, dass „zwischen der Volksrepublik Donezk und der Demokratischen Volksrepublik Korea eine ebenso vorteilhafte bilaterale Zusammenarbeit erreicht werden wird, die den Interessen der Völker beider Länder entspricht“, heißt es in der Meldung. Indes haben die Vereinten Nationen angekündigt, verschobene Grenzen niemals anzuerkennen. Großbritannien und die USA sicherten der Ukraine weitere Waffenlieferungen zu. (chd)

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