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Kampf um die Krim – Russland vermint Strände, Ukraine setzt auf Drohnen

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Von: Karolin Schäfer

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Die Spannungen im Ukraine-Krieg rund um die Krim-Halbinseln nehmen zu. Während die Ukraine ihre Drohnenangriffe verstärkt, vermint Russland die Küste.

Kiew – Der Ukraine-Konflikt geht unvermindert weiter. Russland konzentriert sich nach wie vor auf die Eroberung des Donbass, informierte das US-amerikanische Institute for the Study of War (ISW). Dabei rückt für die Ukraine vor allem die Schwarzmeer-Halbinsel Krim ins Visier.

Dies zeigt nicht zuletzt auch der Angriff der strategisch wichtigen Versorgungsbrücke zwischen Melitopol und der Krim. Die Brücke, die über den Fluss Molotschna führt, wurde teilweise zerstört. Zudem hat das ukrainische Militär seine Drohnenangriffe im Ukraine-Krieg auf die Halbinsel verstärkt.

Ukrainische Soldaten starten eine Drohne auf russische Stellungen. (Archivbild)
Ukrainische Soldaten starten eine Drohne auf russische Stellungen. (Archivbild) © Libkos/dpa

News zum Ukraine-Krieg: Drohnenangriffe bedrohen Sicherheit auf der Krim

Zwar sei die Sicherheitslage auf der Krim „stabil und kontrolliert“, die Hauptbedrohung für die russische Armee gehe aber von ukrainischen Drohnen aus, sagte Krim-Gouverneur Sergei Aksjonow der russischen Nachrichtenagentur Tass. Die Drohnen seien klein, hätten eine leistungsstarke Batterie und würde nicht einzeln, sondern in Wellen angreifen, so Aksjonow.

Der Druck, den die ukrainischen Drohnen auf die russischen Streitkräfte auf der Krim ausübt, „funktioniert, wenn [Aksjonow] dies öffentlich in den russischen Staatsmedien erwähnt“, erklärte Sam Bendett, Experte für unbemannte Systeme am Center for Naval Analyses, gegenüber dem Nachrichtenmagazin Task & Purpose.

Ukraine-Krieg: Russland vermint Region entlang der Küste

Aksjonow deute aufgrund der geringen Größe der Drohnen an, dass sie für die russische Luftabwehr schwer zu identifizieren seien, vermutete Bendett. Bei früheren Drohnenangriffe auf russische Ziele auf der Halbinsel habe es sich meist um ein oder zwei Drohnen gehandelt, sagte der Militär-Experte. Dass sie nun in „Wellen“ einträfen, sei eine neue Entwicklung im Ukraine-Krieg.

Währenddessen setzt Russland auf Minen. Die Küstenlinie entlang der 2014 annektierten Krim sei teilweise vermint worden, hieß es aus dem ukrainischen Verteidigungsministerium. „Aus Angst vor der Landung ukrainischer Fallschirmjäger versuchen die Russen auf der besetzten Krim, die Küstenlinie zusätzlich zu verstärken“, zitierte Ukrajinska Prawda das Ministerium. Besonders entlang der Küste in der Nähe der Siedlung Molotschne seien Minen und Schützengräben errichtet worden. (kas)

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