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Russland-Experte: „Putin läuft die Zeit davon“ - Kreml-Chef suchtkrank?

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Von: Niklas Hecht

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Russland-Experte John Sweeney vermutet, dass Wladimir Putin suchtkrank ist. Die Medikamente könnten auch seine gesteigerte Aggression erklären.

Moskau - In seinem kürzlich erschienenen Buch „Der Killer im Kreml. Wladimir Putins skrupelloser Aufstieg und seine Vision vom großrussischen Reich“ verglich der britische Russland-Experte und Investigativjournalist John Sweeney den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit einem Hamster. Während der russische Angriffskrieg auf die Ukraine ungebremst weitergeht, scheine das Gesicht des russischen Diktators immer weiter aufzuschwemmen. In einem Interview mit t-online legte der Brite, der sich seit Jahrzehnten mit dem Leben des heutigen Kremlchefs beschäftigt, nun nach.

„Irgendwas stimmt mit Putins Gesundheit absolut nicht“, erklärte Sweeney dem Nachrichtenportal. Es sei möglich, dass es eine Art von Krebs sei. Deswegen riskiere Putin nun auch alles, mit dem Krieg gegen die Ukraine. Weil ihm die Zeit davonlaufe. Sweeney glaubt aber außerdem, dass der russische Präsident abhängig von Steroiden sei. „Vor vielen Jahren hatte Putin einmal einen Reitunfall, es war sicher eine schmerzhafte Angelegenheit. Steroide werden zur Behandlung von anhaltenden Schmerzen eingesetzt, vermutlich auch bei Putin.“

Zierten einst markante Züge das Gesicht von Wladimir Putin, wirkt der russische Präsident heute eher aufgedunsen – Autor John Sweeney vergleicht ihn daher mit einem Hamster. (Archivfoto)
Zierten einst markante Züge das Gesicht von Wladimir Putin, wirkt der russische Präsident heute eher aufgedunsen – Autor John Sweeney vergleicht ihn daher mit einem Hamster. (Archivfoto) © Mikhail Klimentyev/Imago

Putin medikamentenabhängig? „Steroide können aggressiv machen“

Dieser sei nach dem Reitunfall auf den Steroiden hängen geblieben, ist sich Sweeney sicher. Zudem könnte der Medikamentenmissbrauch die gesteigerte Aggression des russischen Präsidenten erklären. Steroide könnten „aggressiv machen“ und „einen hageren Typen wie Wladimir Putin mit dünnem Gesicht in den Mann verwandeln, den wir heute fürchten.“ Ob Krebs oder Medikamentenabhängigkeit, viel Zeit bleibe dem Kremlchef laut dem britischen Investigativjournalisten nicht mehr.

Entgegen der Meldungen, dass Putin krank sei, werden aber auch immer wieder Stimmen laut, die eine Erkrankung des russischen Präsidenten für Wunschdenken halten. So seien Spekulationen über einen schlechten Gesundheitszustand des Kremlchefs dem britischen Generalstabschef Tony Radakin zufolge nicht realistisch. „Einige der Kommentare, dass es ihm nicht gut geht oder dass ihn sicherlich jemand ermorden oder ausschalten wird, sind meiner Ansicht nach Wunschdenken“, sagte Radakin dem Sender BBC. Er und seine Kollegen sähen als professionelle Militärs „ein relativ stabiles Regime in Russland“. (Niklas Hecht)

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