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Neuer Job in Russland? Ex-Kanzler Schröder für Gazprom-Aufsichtsrat nominiert

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Von: Karolin Schäfer

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Ehemaliger Bundeskanzler Gerhard Schröder (Archivbild)
Ehemaliger Bundeskanzler Gerhard Schröder (Archivbild) © Stefan Boness/Ipon/imago

Ex-Kanzler Gerhard Schröder soll einen weiteren Job im russischen Gasgeschäft bekommen. Der SPD-Politiker wurde für den Gazprom-Aufsichtsrat nominiert.

St. Petersburg – Dass der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eine ganz besondere Beziehung nach Russland pflegt, ist bekannt. Zuletzt wurde der 77-Jährige von Ex-CSU-Chef Edmund Stoiber für den Umgang mit Russlands Präsidenten Putin kritisiert.

Nun könnte ein neuer Job in Russland auf Schröder zukommen. Wie das weltweit größte Erdgasunternehmen Gazprom am Freitag (04.02.2022) in St. Petersburg mitteilte, soll der Altkanzler für den Aufsichtsrat des russischen Konzerns nominiert worden sein.

Schröder bereits in verschiedenen Positionen als Wirtschaftslobbyist tätig

Die Hauptversammlung ist für den 30. Juni geplant. Dann soll Gerhard Schröder anstelle von Timur Kulibajew antreten, ein Schwiegersohn des im Zuge der Unruhen vom Januar entmachteten kasachischen Ex-Präsidenten Nursultan Nasarbajew.

Schon jetzt ist der SPD-Politiker Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der Nord Stream AG und Präsident des Verwaltungsrats bei der Nord Stream 2 AG. Die Pipeline Nord Stream soll Erdgas unter der Ostsee aus Russland direkt nach Deutschland liefern.

Gerhard Schröder sorgt mit Äußerungen zum Ukraine-Konflikt für Aufsehen

Der Aufsichtsrat-Job wäre für den ehemaligen Bundeskanzler nichts Neues. Seit dem Ende seiner politischen Karriere nimmt er den Posten als Vorsitzender beim russischen Gaskonzerns Rosneft ein.

Gerhard Schröder sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Aufsehen. Zuletzt hatten seine Äußerungen zur Freude Russlands zum Ukraine-Konflikt reichlich Kritik hervorgerufen. Der Altkanzler hatte der Ukraine hinsichtlich der Forderungen nach Waffenlieferungen „Säbelrasseln“ vorgeworfen. „Denn was ich dort vernehmen muss, auch an Schuldzuweisungen an Deutschland, wegen der ja vernünftigen Absage an Waffenlieferungen, das schlägt manchmal doch dem Fass den Boden aus“, erklärte Schröder in seinem Podcast „Die Agenda“. (kas mit dpa-Material)

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