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Russland: TV-Moderator hofft auf Hilfe des „geliebten“ Donald Trump

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Von: Nils Tillmann

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Bei einer Rede in Wilkes-Barre im US-Staat Pennsylvania lobte Trump Wladimir Putin und wetterte gegen Joe Biden.
„Unser Kandidat“: Einige Kommentatoren im russischen Staatsfernsehen hoffen auf einen Wahlerfolg Trumps in den Midterms im November. © Mary Altaffer/dpa

Während Donald Trump in den USA versucht, Stimmung gegen Biden zu machen, wird der ehemalige Präsident im russischen Staatsfernsehen gelobt.

Moskau – In einer Sendung des russischen Staatsfernsehkanals Rossija 1 äußerten Moderator:innen und Gäste sich hoffnungsvoll über den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. „Wie immer, unser Kandidat enttäuscht uns nicht. Wir müssen ihn unterstützen“, sagte Moderatorin Olga Skabejewa in der Nachrichtensendung „60 Minuten“ über Trump.

„Einen unglaublichen Typ“, nennt ihr Co-Moderator Jewgeni Popow den ehemaligen US-Präsidenten nach der Einspielung eines Wahlkampfauftritts. Ein Clip mit diesen Kommentaren wurde am Dienstag (6. September) von der Journalistin Julia Davis auf Twitter geteilt. Davis ist die Gründerin des Projekts Russian Media Monitor, das die Analyse von Propaganda im russischen Staatsfernsehen zum Ziel hat.

Das Video zeigt auch einen Redebeitrag des Politologen Vitali Tretjakow, der „unseren geliebten Trump“ von den restlichen Politiker:innen Europas und der Vereinigten Staaten abgrenzt. Er würde alle Hoffnungen in Trump legen, Amerika wieder zu Sinnen zu bringen, erklärt Tretjakow in der Sendung. Tretjakow leitet die Fernsehhochschule in Moskau und hatte ehemals eine eigene Sendung im russischen Staatsfernsehen.

Trump lobt Putin

Nur kurz zuvor hatte Trump sich seinerseits bei einer Rede in Pennsylvania erneut positiv über den russischen Präsidenten Wladimir Putin geäußert. In der Rede lobte er die Fähigkeit Putins und des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping, ihre jeweiligen Länder zu führen und bezeichnete sie als „clever“. Trump hatte zuvor bereits oft in hohen Tönen von der russischen Führung und insbesondere Wladimir Putin gesprochen. Kurz nach der russischen Invasion der Ukraine hatte Trump das Vorgehen des Kreml verteidigt und Putin als „sehr ausgebufft“ bezeichnet.

Auch von russischer Seite ist das Liebäugeln mit Trump keine neue Entwicklung. Erst vor wenigen Wochen hatten Moderatoren im russischen Staatsfernsehen darüber diskutiert, ob Russland Donald Trump helfen könne, bei den anstehenden Midterms in den USA helfen solle. Bei seiner ursprünglichen Wahl zum Präsidenten im Jahr 2016 war Trump bereits Unterstützung seitens des russischen Staates nachgesagt worden. (nt)

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