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Schwere Verluste für Russland: Mehr als 84.000 Soldaten aus Russland gefallen

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Von: Sandra Kathe, Karolin Schäfer, Vincent Büssow, Christian Weihrauch, Stefan Krieger, Lucas Maier, Andreas Apetz, Jan-Frederik Wendt

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Russland erleidet in Donezk und Luhansk schwere Verluste. Eine Analyse zeigt den Materialschwund auf russischer Seite. Der News-Ticker.

+++ 10.35 Uhr: Dieser Ticker ist beendet. Weitere Neuigkeiten zu russischen Verlusten und Entwicklungen im Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

+++ 9.00 Uhr: Die Armee der Ukraine hat ihre Angaben russischer Verluste aktualisiert. Demnach sollen bereits mehr als 84.000 Soldaten aus Russland gefallen sein. Innerhalb der letzten 24 Stunden seien außerdem sechs Panzer sowie neun weitere Fahrzeuge zerstört worden – ein Überblick.

News zum Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland – Angriffe in Luhansk und Donezk

+++ 7.45 Uhr: In den Regionen Luhansk und Donezk haben die Streitkräfte der Ukraine mehrere Angriffe abgewehrt und Stellungen der Truppen aus Russland angegriffen, wie der Generalstab der Ukraine am Montagmorgen (21. November) mitteilte. An zehn unterschiedlichen Orten wehrten die Soldaten demnach russische Angriffe ab.

Verluste für Russland: Über 84.000 Soldaten im Ukraine-Krieg gefallen.
Verluste für Russland: Über 84.000 Soldaten im Ukraine-Krieg gefallen. (Archivbild) © Libkos/dpa

In Luhansk soll die ukrainische Armee eine Militärkolonne der russischen Armee angegriffen haben. Ob und wie viele Verluste Putins Truppen dabei erlitten, wird derzeit noch geprüft, teilte der Generalstab mit. Ukrainische Artillerie- und Luftwaffeneinheiten sollen zudem Stellungen der Soldaten aus Russland angegriffen haben.

Update vom Montag, 21. November, 7.16 Uhr: 8044 Einheiten an militärischem Equipment hat Russland seit dem 24. Februar im Ukraine-Krieg verloren. Das berichtet die niederländische Website für Verteidigungsanalysen, ORYX.

Mindestens 4927 Stück des Militärgerätes sei zerstört worden, so die Analyse der Website. Diese beruht auf Fotos, Videos und anderer frei zugänglicher Informationen. Eine Bestätigung der Zahl gab es bis zuletzt nicht.

Ukraine-Krieg: Russische Verluste nehmen zu

+++ 14.20 Uhr: Der Unmut in den russischen Reihen scheint sich mit zunehmender Dauer des Ukraine-Kriegs zu verschlimmern. Die russische Nachrichtenagentur RBK berichtet unter Berufung auf russische Zentren für Psychologie von einem Anstieg an Depressionsfällen im Land.

Dieser Trend soll seit dem 21. September – kurz nach der Bekanntgabe der russischen Teilmobilisierung – begonnen haben, berichtet RBK. Befragte psychologische Hilfszentren haben bestätigt, dass die Zahl der Beschwerden im Vergleich zum Februar, als die Invasion begann, gestiegen ist.

Ukraine-Krieg: Russen fliehen von Krim – „Panik und Angst“ nach großen Verlusten

+++ 8.50 Uhr: Nach der Rückeroberung von Cherson rechnet Russland mit einem weiteren Vorstoß der ukrainischen Truppen Richtung Süden. Der Wiedergewinn der Krim könnte das nächste große Ziel sein. US-Medienberichten zufolge würden die russischen Besatzer deshalb an einer Verteidigungsanlage auf der Halbinsel arbeiten. „Die Sicherheit der Republik Krim und ihrer Bewohner wird durch Maßnahmen gewährleistet, die im Namen unseres Präsidenten getroffen werden“, zitiert The Daily Beast den russischen Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow.

Trotz der Sicherheitsmaßnahmen ergreifen die Bewohnerinnen und Bewohner der Halbinsel die Furcht vor dem, was noch kommen könnte. Die Zahl der fliehenden Bevölkerung wächst. „Wir beobachten diesen Trend und ziehen unsere Schlüsse. Natürlich handelt es sich dabei um Panik und Angst davor, dass die [ukrainischen] Streitkräfte in der Lage sein könnten, die Krim in naher Zukunft zu befreien“, sagte Emil Ibragimow, Leiter der Bildungsplattform Q-Hub. Gegenüber dem ukrainischen Radiosender NV sagte Ibragimow, die meisten Fliehenden würden sich in die Region Krasnodar im Süden Russlands begeben.

News zum Ukraine-Krieg: Russland kämpft mit hohen Verlusten und schließt Iran-Abkommen 

Update vom Sonntag, 20. November, 6.16 Uhr: Russland hat laut einem US-Medienbericht ein Abkommen mit dem Iran geschlossen, um iranische Angriffsdrohnen für den Krieg gegen die Ukraine im eigenen Land herzustellen. Derzeit werde daran gearbeitet, die Produktion binnen Monaten in Gang zu bringen, schrieb die „Washington Post“ am Samstag unter Berufung auf Geheimdienstinformationen. Die Vereinbarung sei Anfang November im Iran ausgehandelt worden.

Russland setzte im Angriffskrieg gegen die Ukraine bereits hunderte sogenannte Kamikaze-Drohnen vom iranischen Typ Schahed-136 ein. Sie können einige hundert Kilometer weit fliegen, kreisen eine Zeit lang über einem Zielgebiet und stürzen dann mit einer Sprengladung auf ein Ziel herab. Die russische Armee setzt die Drohnen unter anderem für Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur ein. Mit einer eigenen Produktion könnte Russland die Attacken ausweiten.

News zum Ukraine-Krieg: Hohe russische Verluste - Generalstab nennt Details

+++18.59 Uhr: Im Ukraine-Krieg erleidet Russland hohe Verluste. Heute setzten russische und ukrainische Truppen an einer Vielzahl von Brennpunkten ihre Kämpfe fort. Dabei waren Panzer, Rohr- und Raketenartillerie sowie Granatwerfer eingesetzt worden, erklärte der Generalstab in Kiew. Nach Darstellung des ukrainischen Militärs seien dabei allein in der Region Mychajlowka in der Region Saporischschja bis zu 60 russische Soldaten getötet oder verwundet worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 14.46 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat genauere Angaben zu russischen Verlusten der letzten Tage gemacht. So sollen im Zeitraum zwischen dem 10. und dem 16. November etwa 500 Soldaten aus Russland verletzt worden sein, die in dem Ort Majorsk an der Front in Donezk stationiert waren. Außerdem seien Verluste in dem Ort Mychajliwka im besetzten Teil von Cherson bestätigt worden. Dort habe es 40 Tote und 70 Verwundete aufseiten Russlands gegeben. Das russische Verteidigungsministerium machte bisher keine derartigen Angaben.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Putin steht immer isolierter da

+++ 10.00 Uhr: Die Mitgliedsstaaten der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) haben den russischen Angriff der Ukraine auf ihrem Gipfel „mehrheitlich“ verurteilt. Wie jetzt bekannt geworden ist, kritisieren die 21 Mitglieder in ihrer gemeinsamen Abschlusserklärung den Krieg und seine negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft „auf das Schärfste“. Es habe jedoch auch „andere Ansichten und unterschiedliche Bewertungen“ gegeben, hieß es wie bereits in der Erklärung der G20. Zu den Unterzeichnern gehören auch China und Russland selbst. Immer mehr Staaten richten offene Kritik an Russland.

+++ 8.28 Uhr: Russland steht in der Weltgemeinschaft immer isolierter da. Nachdem bereits die G20-Gruppe vor Kurzem erklärt hatte, dass die große Mehrheit der Staats- und Regierungschefs den Angriffskrieg gegen die Ukraine verurteile, haben sich jetzt auch die Mitglieder der asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt. Das Papier wurde am Samstag verabschiedet, wobei der Inhalt noch nicht bekannt ist. Bedeutend ist der Schritt aber trotzdem, da die Mitgliedsstaaten teilweise große Meinungsunterschiede zum Ukraine-Krieg haben.

Update vom Samstag, 19. November, 6.53 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 100 russische Angriffe abgewehrt. Die Kämpfe in der Donezk-Region gingen in unverminderter Heftigkeit weiter, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache, es gebe „weder eine Entspannung noch eine Atempause“.

Die ukrainischen Truppen würden durch Grenzschutzeinheiten aus Charkiw und Sumy unterstützt. Eine Brigade der Nationalgarde kämpfe in Bachmut. 

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Generalstab nennt neue Zahlen

+++ 18.45 Uhr: Bei ukrainischen Verteidigungsschlägen auf die vom russischen Militär besetzte Kleinstadt Skadowsk im Süden der ukrainischen Region Cherson sind in den vergangenen Tagen rund 50 russische Militärs getötet worden. Das meldet der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in seinem täglichen Lagebericht auf der Social-Media-Plattform Facebook. Zusätzlich sei ein Munitionsstützpunkt im nahegelegenen Chaplynka zerstört worden.

Laut des Briefings des ukrainischen Generalstabs habe Russland auch in anderen Orten in der Region Cherson hohe personelle Verluste erlitten. Nach Informationen der ukrainischen Militärführung registriere man darüber hinaus Truppenbewegungen von russischen Soldaten „aus der Richtung von Cherson in der Stadt Novoaidar im Gebiet Luhansk“.

Ukraine meldet Erfolge im Süden des Landes: „Es sieht gut aus“

+++ 16.17 Uhr: An der Frontlinie im Osten der Ukraine liefern sich russische und ukrainische Streitkräfte heftige Kämpfe. Meldungen über Erfolge seitens der Verteidiger gibt es aber eher selten, um Russland über mögliche Entwicklungen im Unklaren zu lassen, sagte ntv-Korrespondent Stephan Richter aus Kiew. Man wisse aber, dass die Ukraine rund um Cherson im Süden des Landes noch immer Siedlungen von russischen Truppen befreie und diese in Richtung Osten dränge. „Es sieht gut aus für die Ukraine“, sagte Richter. Die Stromversuchung in einigen Regionen laufe angesichts des eisigen Wetters allerdings alles andere als gut.

Verluste im Ukraine-Krieg: Russland baut Verteidigungsanlagen auf der Krim

+++ 15.05 Uhr: Nach der Befreiung der Gebietshauptstadt Cherson haben sich russische Truppen zurück in Richtung Krim gezogen. Auf der 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel soll inzwischen mit dem Bau von Verteidigungslinien begonnen worden sein. Diese sollen die „Sicherheit der Krimbewohner“ garantieren, erklärte Sergej Aksjonow, von Moskau eingesetzter Verwaltungschef, am Freitag. In erster Linie solle die Sicherheit jedoch im weiterhin russisch besetzten Teil des angrenzenden Gebietes Cherson gewährleistet werden. Mit der Räumung der Stadt hat sich die Frontlinie im Ukraine-Krieg verändert. Diese liegt entlang des Flusses Dnipro nur rund 60 Kilometer Luftlinie von der Krim entfernt.

Verluste im Ukraine-Krieg: Erfolge der Verteidiger im Süden

+++ 12.30 Uhr: Aus dem Süden der Ukraine vermelden ukrainischen Streitkräfte Erfolge. Im Laufe des vergangenen Tages wurde in der Nähe von Nowa Kachowka ein elektronisches Kampfführungssystem und in der Nähe von Hola Prystan ein gepanzertes Kampffahrzeug der Russen zerstört. Die entsprechende Erklärung wurde vom Einsatzkommando Süd auf Facebook veröffentlicht, berichtet ein Korrespondent von Ukrinform.

„Die Situation im Kontrollbereich der südlichen Verteidigungskräfte ist angespannt, aber stabil. Unsere Einheiten setzen die Stabilisierungsmaßnahmen fort, fassen in den enteigneten Gebieten Fuß, errichten die Feuerkontrolle über die Transport- und Logistikrouten und den Einsatz der russischen Besatzungstruppen auf dem linken Ufer“, heißt es in dem Bericht, der sich nicht unabhängig prüfen lässt.

Update vom Freitag, 18. November, 10.45 Uhr: Vom 24. Februar bis zum 18. November haben die ukrainischen Verteidigungskräfte 83.460 russische Angreifer ausgeschaltet, davon 350 in den letzten 24 Stunden. Dies geht aus einem Bericht des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte hervor, wie das Nachrichtenportal Ukrinform berichtet.

Außerdem haben die ukrainischen Verteidiger bis zum 18. November 2.879 Kampfpanzer, 5.808 gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.865 Artilleriesysteme, 393 Mehrfachraketenwerfer und 209 Luftabwehrsysteme zerstört. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Neue Verteidigungsgräben weit hinter der Frontlinie

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die russischen Invasionstruppen in der Ukraine bereiten sich nach Einschätzung britischer Militärexperten auf weitere Rückschläge vor. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update des Verteidigungsministeriums in London am Freitag hervor.

Demnach fokussieren sich die russischen Streitkräfte nach ihrem Rückzug vom westlichen Ufer des Flusses Dnipro in den meisten von ihnen besetzten Teilen des Landes darauf, sich neu zu ordnen und Vorkehrungen zur Verteidigung zu treffen. So seien nahe der Grenze zu der von Russland bereits seit 2014 besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim und nahe dem Fluss Siwerskyj Donez zwischen den Regionen Donezk und Luhansk neue Schützengräben ausgehoben worden.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Moskau spricht von gezielter Desinformationskampagne

„Die Standorte befinden sich teilweise bis zu 60 Kilometer hinter der aktuellen Frontlinie, was nahelegt, dass die russischen Planer Vorbereitungen treffen für den Fall weiterer größerer ukrainischer Durchbrüche“, heißt es in der Mitteilung aus London. Es sei jedoch auch wahrscheinlich, dass Russland versuchen werde, einige der aus der südukrainischen Stadt Cherson abgezogenen Truppen zur Verstärkung seiner offensiven Einsätze nahe der Stadt Bachmut in die Region Donezk zu verlegen.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor. (mit Agenturen)

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